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  • trahlende Frau mit optimiertem Gleichgewicht der Darmflora
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Wie Darmbakterien das Gehirn beeinflussen

Mit zunehmendem Alter könnte nicht nur das Gehirn selbst, sondern auch der Darm zu geistigem Abbau beitragen. Bestimmte Darmbakterien und der Vagusnerv spielen dabei eine wichtige Rolle.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
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Darmbakterien und Vagusnerv steuern das Gehirn

Wenn das Gedächtnis im Alter nachlässt, denkt man zuerst an Veränderungen im Gehirn. Es scheint aber auch die Verbindung zwischen Darm und Gehirn entscheidend zu sein. Im Zentrum steht dabei der Vagusnerv.

Der Nerv verläuft vom Gehirn durch den Hals und Brustkorb bis in den Bauchraum. Er leitet laufend Signale aus dem Verdauungstrakt an das Gehirn weiter und hilft dem Körper auf diese Weise, innere Vorgänge wahrzunehmen und darauf zu reagieren.

Zwei Mäusestudien von 2026 zeigen nun, wie eng diese Verbindung offenbar mit der Gedächtnisleistung zusammenhängt.

Darmbakterien stören das Gedächtnis

In der ersten Studie untersuchten Forscher, wie sich ein gealtertes Mikrobiom auf das Gehirn auswirkt (1). Sie hielten junge Mäuse einen Monat lang gemeinsam mit älteren Mäusen, damit sich deren Darmflora anglich. Zusätzlich übertrugen sie die Darmflora älterer Mäuse auf keimfreie junge Mäuse.

Anschließend prüften sie mit Gedächtnistests, wie gut die Mäuse neue Objekte wiedererkennen und sich in einem Labyrinth orientieren konnten. Es zeigte sich, dass die jungen Mäuse mit der gealterten Darmflora deutlich schlechter abschnitten als gleichaltrige Mäuse mit einer normalen Darmflora.

Besonders auffällig war das Bakterium Parabacteroides goldsteinii, das sich mit dem Alter vermehrte. Es stand mit Entzündungsreaktionen im Darm, einer gestörten Signalübertragung über den Vagusnerv und einer geringeren Aktivität im Hippocampus in Zusammenhang.

Der Hippocampus ist eine Hirnregion, die für das Lernen und die Bildung neuer Erinnerungen wichtig ist. Wurde diese gestörte Darm-Hirn-Kommunikation wieder verbessert, besserte sich auch die Gedächtnisleistung der Mäuse.

Darmbakterien gelangen ins Gehirn

In der zweiten Studie prüften Forscher, ob Darmbakterien unter bestimmten Bedingungen ins Gehirn gelangen können (2). Dazu fütterten sie Mäuse mit einer sehr fett- und cholesterinreichen Nahrung. Danach suchten sie gezielt nach Bakterien im Körper der Mäuse.

Unter der ungesunden Ernährung fanden sie kleine Mengen von Bakterien im Vagusnerv und im Gehirn – nicht aber im Blut. Das spricht dafür, dass Keime bei einer gestörten Darmbarriere möglicherweise direkt über den Nerv ins Gehirn gelangen.

Wurde der rechte Vagusnerv durchtrennt, war die Bakterienmenge im Gehirn deutlich niedriger als bei Mäusen mit intaktem Nerv.

Und kehrten die Mäuse wieder zu ihrem normalen Futter zurück, wurden im Gehirn auch deutlich weniger Bakterien nachgewiesen.

Fazit: Darmbakterien und Vagusnerv von großer Bedeutung

Die Darmflora und der Vagusnerv könnten somit für das alternde Gehirn eine wichtigere Rolle spielen als bisher angenommen. Wer geistig lange fit bleiben möchte, sollte die Ernährung nicht unterschätzen, da diese nicht zuletzt über den Darm auch das Gehirn in Mitleidenschaft ziehen kann.

Welche Lebensmittel für eine gesunde Darmflora wichtig sind und welches die beste Ernährung für eine gesunde Darmflora ist, können Sie unter den gleichnamigen Artikeln nachlesen. Wie Sie mit Probiotika Ihre Darmflora positiv beeinflussen können, erfahren Sie im Artikel Darmflora aufbauen - Anleitung und Tipps.

In unserem Artikel Vagusnerv aktivieren – Der Schlüssel zur Entspannung finden Sie viele Informationen rund um den wichtigen Nerv. Geben Sie die entsprechenden Titel einfach in unser Suchfeld ein.

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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