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Herz-Kreislauf-Risiko: Das sind die wichtigsten 10 Werte

Es gibt zahlreiche Werte, mit denen sich das eigene Herz-Kreislauf-Risiko einschätzen lässt. Wir erklären, welche die wichtigsten sind, welche davon der Hausarzt bestimmen kann und ob sich zusätzliche Tests im Labor lohnen.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 04 Mai 2026
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Die wichtigsten 10 Werte für Ihr Herz-Kreislauf-Risiko

  1. Wer sein Herz-Kreislauf-Risiko kennen möchte, weiß oft nicht, welche Werte nun tatsächlich aussagekräftig und sinnvoll sind. Unser Artikel bringt Licht ins Dunkel und stellt die 10 wichtigsten Parameter vor.
  2. Zentrale Basiswerte wie Blutdruck, Blutfette, Blutzucker und Körpergewicht lassen sich einfach beim Hausarzt bestimmen und liefern bereits eine gute erste Einschätzung des individuellen Herz-Kreislauf-Risikos.
  3. Ergänzend liefern spezifischere Marker wie Lipoprotein(a) und Apolipoprotein B eine deutlich genauere Bewertung, da sie genetische Einflüsse und die Anzahl schädlicher Fettpartikel berücksichtigen.
  4. Weitere Parameter können Hinweise auf frühe Gefäß- oder Nierenschäden sowie stille Entzündungsprozesse geben und sind besonders bei bestehenden Vorerkrankungen relevant.
  5. Des Weiteren stellen wir Werte vor, die man sich sparen kann, da sie kaum Zusatznutzen bieten.

Herz-Kreislauf-Risiko: Wer muss Bescheid wissen?

Die Werte, die wir Ihnen in diesem Artikel vorstellen, sind vor allem für Menschen interessant, die ihr persönliches Herz-Kreislauf-Risiko frühzeitig besser einschätzen möchten.

Wir gehen hier von Personen aus, die vielleicht bereits Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes, Prädiabetes oder Fettstoffwechselstörungen haben – aber noch keine eigentliche Herz-Kreislauf-Erkrankung.

Dazu zählen auch Menschen, die bereits familiär vorbelastet sind, rauchen, sich zu wenig bewegen, zu viel Bauchfett haben oder bereits auffällige Blutdruck-, Blutzucker- oder Cholesterinwerte hatten.

Gerade für diese Personen ist es sinnvoll, ihre eigenen Blut- und Messwerte zu kennen und diese im Blick zu behalten. Aber natürlich kann auch jeder andere rein präventiv die wichtigsten Parameter für sein Herz-Kreislauf-Risiko in Erfahrung bringen lassen.

Die im Verlauf des Artikels genannten Preise gelten als grobe Richtwerte und können sich je nach Versicherung, Abrechnungsmodell und Labor unterscheiden. Sie gelten für Deutschland.

Diese Werte kann der Hausarzt bestimmen

Die gute Nachricht ist, dass sich einige der wichtigsten Werte unkompliziert vom Hausarzt bestimmen lassen. Damit kann man das eigene Herz-Kreislauf-Risiko bereits grob einschätzen.

Blutdruck

Der Blutdruck gibt an, mit welchem Druck das Blut durch die Arterien gepumpt wird. Ist er dauerhaft erhöht, belastet das die Gefäße – das Herz-Kreislauf-Risiko steigt (für Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzschwäche).

Der Blutdruck lässt sich oft schon durch eine Gewichtsabnahme, regelmäßige Bewegung, weniger Salz in der Ernährung, weniger Alkohol und einen Rauchstopp verbessern.

LDL-Cholesterin

Das LDL-Cholesterin wird auch als „schlechtes“ Cholesterin bezeichnet. Ein erhöhter LDL-Wert begünstigt die Entstehung von Cholesterin-Ablagerungen in den Gefäßwänden der Arterien und erhöht somit das Herz-Kreislauf-Risiko.

Es gehört gemeinsam mit dem Gesamtcholesterin, dem HDL-Cholesterin und den Triglyceriden zum regulären Lipidprofil.

Verbessern lässt sich der Wert durch Gewichtsabnahme sowie eine vorwiegend pflanzliche Ernährung mit weniger gesättigten Fettsäuren, weniger Zucker/isolierte Kohlenhydrate und mehr Ballaststoffen. Je stärker das LDL-Cholesterin sinkt, desto stärker sinkt in der Regel auch das Herz-Kreislauf-Risiko.

HDL-Cholesterin

Das HDL-Cholesterin wird auch das „gute“ Cholesterin genannt. Es kann überschüssiges Cholesterin aus dem Gewebe und den Gefäßen zur Leber zurücktransportieren. Es ist ebenfalls Teil des regulären Lipidprofils.

Als Einzelwert ist es jedoch weniger aussagekräftig als lange gedacht (1). Ein hoher Wert ist zwar gut, aber kein sicheres Anzeichen dafür, dass alles in Ordnung ist. Ein niedriger Wert sollte immer in Kombination mit LDL, Triglyceriden, Bauchfett und Blutzucker betrachtet werden.

Verbessern lässt sich das HDL-Cholesterin vor allem durch Bewegung, Gewichtsabnahme und Rauchstopp.

Non-HDL-Cholesterin

Dieser Wert wird nicht gemessen, sondern berechnet, indem man das HDL-Cholesterin vom Gesamtcholesterin abzieht. Er zeigt alle ungünstigen Cholesterinwerte zusammen und sorgt deshalb oft für ein vollständigeres Bild als das LDL-Cholesterin allein.

Triglyceride

Triglyceride sind Blutfette. Sie dienen vor allem als Energiespeicher. Erhöhte Werte deuten häufig auf Insulinresistenz, Übergewicht, Fettleber oder das metabolische Syndrom hin. Sie gehen oft mit einem höheren Herz-Kreislauf-Risiko einher.

Die Triglyceride reagieren gut auf Veränderungen des Lebensstils: weniger Zucker, weniger Weißmehl, weniger Alkohol, eine Gewichtsabnahme und viel Bewegung können einiges bewirken.

Triglycerid/HDL-Quotient

Hierbei handelt es sich nicht um einen Laborwert, sondern um das Verhältnis von Triglyceriden und HDL-Cholesterin. Er wird also einfach aus dem HDL- und dem Triglyceridwert berechnet. Ein höherer Wert spricht oft für eine Insulinresistenz (6).

Meist sieht man allerdings bereits an den Triglycerid- und HDL-Werten, dass etwas ungünstig ist, so dass man sich die Berechnung sparen kann.

Nüchternglukose

Die Nüchternglukose gibt an, wie hoch der Blutzucker nach einer längeren Essenspause ist. Der Wert hilft dabei, Prädiabetes oder Diabetes früh zu erkennen – beides sind wichtige Risiken für die Gefäße und das Herz-Kreislauf-System.

Verbessern lässt sich die Nüchternglukose häufig durch eine Gewichtsabnahme, regelmäßigen Sport und eine blutzuckerfreundliche Ernährung. Wie eine solche aussehen kann, erfahren Sie im Artikel Blutzucker natürlich senken.

HbA1c

Dieser Wert gibt an, wie hoch der Blutzucker in den letzten zwei bis drei Monaten durchschnittlich war. Er hilft dabei, versteckte Störungen des Zuckerstoffwechsels zu erkennen, denn wenn die Nüchternglukose noch normal aussieht, kann der Zuckerstoffwechsel bereits entgleisen.

Ein hoher HbA1c führt zu strukturellen und funktionellen Gefäßschäden und weist daher auf ein klar erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin.

HbA1c wird meist nicht standardmäßig erfasst. Bei Diabetes oder medizinischer Abklärung kann ihn die Krankenkasse übernehmen. Als reine Vorsorge kostet er etwa 12 bis 16 Euro. Verbessern lässt er sich ähnlich wie die Nüchternglukose.

In unserem Artikel Blutzucker natürlich senken finden Sie viele Tipps, wie Sie im Alltag mit einfachen Maßnahmen Ihren Blutzucker positiv beeinflussen können.

BMI – Das Körpergewicht

Übergewicht ist ein enormer Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Ereignisse. Daher wird es bzw. der BMI auch regelmäßig in die Herz-Kreislauf-Risikoeinschätzung miteinbezogen. Der BMI (Body-Mass-Index) setzt das Körpergewicht ins Verhältnis zur Körpergröße.

Einen BMI-Rechner finden Sie über unsere Suche. Geben Sie einfach „BMI-Rechner“ ein.

Allerdingst ist der BMI nur ein grober Orientierungswert, da er nicht zwischen Fett und Muskelmasse unterscheidet, für langjährige Kraftsportler ist er also nicht geeignet.

Diese Werte sollten Sie beim Hausarzt zusätzlich verlangen

Die folgenden beiden Werte muss man beim Hausarzt meist aktiv ansprechen. Sie gehen über die üblichen Standarduntersuchungen hinaus und müssen als reine Vorsorge häufig selbst bezahlt werden. Sie sind für die Herz-Kreislauf-Risikoeinschätzung aber unserer Ansicht nach unverzichtbar.

Lipoprotein(a)

Lipoprotein(a), kurz Lp(a), ist ein spezielles Blutfett, das genetisch stark festgelegt ist. Ein erhöhter Wert kann das Risiko für Arterienverkalkung, Herzinfarkt und Schlaganfall erhöhen – selbst dann, wenn andere Cholesterinmarker unauffällig sind.

Europäische Fachgesellschaften raten dazu, diesen Wert mindestens einmal im Erwachsenenleben bestimmen zu lassen. Meist reicht eine Messung, da er sich kaum durch Veränderungen des Lebensstils beeinflussen lässt und relativ stabil ist.

Deshalb geht es hier vor allem darum, sein persönliches Grundrisiko zu kennen. Etwa 20 Prozent der Menschen haben genetisch bedingt erhöhte Werte und damit ein höheres Herz-Kreislauf-Risiko (2). Ist das der Fall, sollten Sie andere beeinflussbare Risikofaktoren konsequent verbessern.

Besonders sinnvoll ist die Messung bei familiärer Vorbelastung. Der Wert kostet grob zwischen 17 und 20 Euro.

Apolipoprotein B

Dieser Wert (kurz ApoB genannt) gibt an, wie viele atherogene Fettpartikel im Blut zirkulieren. Das sind Partikel, die die Entstehung einer Arterienverkalkung fördern. Es ist also DER Wert für eine optimale Herz-Kreislauf-Risikoeinschätzung und deutlich aussagekräftiger als das LDL-Cholesterin.

Doch auch er sollte in Kombination mit erhöhten Triglyceriden, Übergewicht, Diabetes oder metabolischem Syndrom betrachtet werden (3).

Gerade wenn diese anderen Risikofaktoren vorliegen, sollte der ApoB-Wert bestimmt werden. Er kostet um die 14 Euro.

Diese Werte zeigen frühe Gefäß- und Nierenschäden

Die folgenden Parameter sind vor allem für Personen mit Diabetes, Bluthochdruck oder mehreren Risikofaktoren interessant. Sie zeigen, ob die Nieren bereits mitbetroffen sind. Denn eine eingeschränkte Nierenfunktion kann auf Gefäßschäden (im gesamten Körper, nicht nur in den Nieren) hinweisen und somit auf ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko

Die entsprechende Analyse können Sie auch beim Hausarzt machen lassen, müssen diese aber meist gezielt anfordern.

Kreatinin und eGFR (Messung im Blut)

Kreatinin ist ein Abbauprodukt aus dem Muskelstoffwechsel, das über die Nieren ausgeschieden wird. Eine Kreatinin-Messung ist meist einfach zu bekommen und kostet nur 2 bis 3 Euro.

Die eGFR schätzt daraus, wie gut die Nieren das Blut noch filtern. Sie wird also nicht gemessen, sondern vom Labor berechnet.

Albumin bzw. UACR (Messung im Urin)

Albumin ist ein Eiweiß, das normalerweise kaum im Urin auftauchen sollte. Bereits kleine Mengen können auf frühe Schäden an den Gefäßen und Nieren hindeuten (4). Um den Wert besser beurteilen zu können, setzt man ihn ins Verhältnis zu Kreatinin – das nennt man UACR oder Urin-Albumin-Kreatinin-Quotient.

Der Wert lässt sich häufig verbessern, wenn Blutzucker und Blutdruck besser eingestellt werden. Die Messung kostet etwa 11 bis 13 Euro.

Entzündungswert hs-CRP als Zusatzinfo

Bei hs-CRP handelt es sich um einen sehr sensitiven Entzündungsmarker im Blut (highly-sensitive-CRP). Er kann Hinweise auf stille Entzündungsprozesse geben, die an der Entstehung von Gefäßschäden beteiligt sein können (5).

Der Wert gilt lediglich als Zusatzinfo. Er kann auch bei Infekten, Verletzungen oder anderen Entzündungen ansteigen. Man sollte ihn also nicht gerade dann messen, wenn man eine Erkältung oder ähnliches hat. Er steigt dann auf 10 mg/l oder mehr und ist nicht mehr aussagekräftig.

Gesunde Personen haben Werte von 0,2-0,8 mg/l, Raucher und Übergewichtige haben erhöhte Basiswerte von z. B. 2,5 mg/l, weil beides – Rauchen und Übergewicht (aber auch starker Stress) – die Entzündungsaktivität anheizt. Steigt der Wert über 3 mg/l, kann dies auf stille Entzündungen im Bereich der Gefäße und ein erhöhtes Herz-Kreislauf-Risiko hindeuten.

Man kann den Wert auch gut in die Verlaufskontrolle miteinbeziehen, um also zu kontrollieren, wie und ob Maßnahmen wirken, z. B. wenn man die Ernährung umstellt, abnimmt und für mehr Bewegung sorgt. Dann gehen Entzündungen oft schon nach wenigen Wochen zurück. Die Bestimmung des hs-CRP kostet um die 15 Euro.

Der hs-CRP sollte nicht mit dem „normalen“ CRP-Wert verwechselt werden. Letzterer ist für akute oder starke Entzündungen, z. B. bei chronischen Erkrankungen, wie Rheuma.

Bei diesen Markern handelt es sich um Spezialwerte

Die folgenden Marker werden gelegentlich in Youtube-Videos o. ä. zur Einschätzung des Herz-Kreislauf-Risikos empfohlen, sind aber nicht mehr nötig, wenn Sie die 10 oben vorgestellten wirklich wichtigen Werte vorliegen haben (Blutdruck, LDL, HDL, Non-HDL, Triglyceride, Langzeitzucker, Nüchternglukose, Gewicht, Lp(a) und besonders ApoB).

Homocystein

Homocystein ist ein Stoffwechselprodukt aus dem Eiweißstoffwechsel. Ist es erhöht, kann dies auf einen Mangel an Folsäure, Vitamin B6 oder Vitamin B12 hindeuten und wird mit einem höheren Gefäßrisiko in Verbindung gebracht.

Der Wert wird als Routinemessung nicht mehr empfohlen. Denn man stellte fest, dass die Regulierung des Werts das Herzinfarktrisiko nicht senken konnte. Er wird daher fast nur noch gemessen, wenn ein Vitaminmangel vermutet wird (7). Die Messung kostet zwischen 15 und 38 Euro.

Oxidiertes LDL

Oxidiertes LDL ist LDL-Cholesterin, das sich durch oxidative Prozesse verändert hat. Es wird mit Plaquebildung und Entzündungsprozessen in Verbindung gebracht.

Wichtiger ist jedoch meist, wie viele schädliche Partikel überhaupt im Blut unterwegs sind – das bildet der Wert ApoB besser ab. Deshalb spielt das oxidierte LDL nur eine kleine Rolle für die Herz-Kreislauf-Risikoeinschätzung (8). Zudem ist die direkte Messung derzeit nicht standardisiert genug. Die Preise für die Messung variieren stark.

LDL-Partikelgröße

Bei diesem Wert geht es nicht darum, wie viel LDL-Cholesterin im Blut ist, sondern wie die LDL-Partikel beschaffen sind. Kleine, dichte Partikel gelten als ungünstiger. Große Partikel sind jedoch auch nicht harmlos, wenn zu viele davon vorhanden sind.

Die routinemäßige Messung wird in den aktuellen Leitlinien daher nicht empfohlen (9) – auch hier ist ApoB die bessere Wahl. Bei speziellen Fragestellungen kann der Wert aber sinnvoll sein – zum Beispiel, wenn die Standardwerte widersprüchlich wirken. Die Messung kostet rund 20 Euro.

Bildgebende Verfahren: Kalkscore vor CT-Koronarangiografie

Wenn die Standardwerte erhoben sind, aber das Herz-Kreislauf-Risiko trotzdem unklar bleibt, kommen bildgebende Verfahren ins Spiel.

Koronarer Kalkscore

Der koronare Kalkscore, auch CAC-Score genannt, ist für beschwerdefreie Menschen meist der naheliegendere Zusatztest. Dabei handelt es sich um ein Herz-CT ohne Kontrastmittel.

Es macht nur verkalkte Plaques in den Herzkranzgefäßen sichtbar. Das Ergebnis ist ein Score, also eine Zahl, die ausdrückt, ob, wo und wie viel Kalk vorhanden ist (10). Der Test kostet zwischen 150 und 250 Euro.

Ein Ergebnis von 0 bedeutet kein nachweisbarer Kalk und damit auch ein kaum vorhandenes Herz-Kreislauf-Risiko, 1-10 bedeutet minimaler Kalk und ein sehr geringes Risiko.

Ein Ergebnis zwischen 11 und 100 weist auf leichte Verkalkungen hin und ein mild erhöhtes Risiko. Liegt das Ergebnis zwischen 101 und 400, weist dies auf deutliche Verkalkungen und ein erhöhtes Risiko hin.

Ergebnisse von über 400 weisen auf ausgeprägte Verkalkungen und ein hohes bis sehr hohes Risiko hin.

CT-Koronarangiografie

Die CT-Koronarangiografie geht einen Schritt weiter. Sie arbeitet mit jodhaltigem Kontrastmittel und zeigt auch weiche, noch nicht verkalkte Plaques und wie stark die Gefäße verengt sind (11).

Dieses Verfahren eignet sich eher, wenn bereits Beschwerden bestehen. Soll etwa ein Verdacht auf eine chronische koronare Herzkrankheit abgeklärt werden, wird sie seit dem 1. Januar 2025 in Deutschland von der Krankenkasse übernommen.

Ist sie reine Vorsorge, muss man sie selbst bezahlen – sie kostet mehrere hundert Euro. Die Preise schwanken deutlich. Weil der Kalkscore einfacher, günstiger und kontrastmittelfrei ist, wird er der CT-Koronarangiografie meist vorgezogen, wenn keine Beschwerden vorliegen.

Diese Parameter eignen sich bei bestehenden/akuten Herzproblemen

Daneben gibt es noch weitere Parameter, die man bestimmen lassen kann: Troponin, BNP oder NT-proBNP, CK bzw. CK-MB, Myoglobin und LDH.

Es handelt sich dabei aber nicht um typische Vorsorgewerte. Sie werden eher erhoben, wenn bereits Herzprobleme vorhanden sind. Troponin ist z. B. ein typischer Herzinfarktmarker, weil er anzeigt, wenn Herzgewebe abstirbt.

Fazit: Werte, um das Herz-Kreislauf-Risiko zu bestimmen

Wer wissen möchte, wie es um das eigene Herz-Kreislauf-Risiko bestellt ist, sollte zuerst die Standardwerte abklären lassen: Mit Blutdruck, Lipidprofil, Nüchternglukose und dem Gewicht lässt sich bereits viel in Erfahrung bringen. HbA1c ist oft zusätzlich sinnvoll.

Dazu kommen zwei Marker, die viele Menschen noch zu selten messen lassen: Lipoprotein(a) als genetischer Risikoanzeiger und Apolipoprotein B als besonders aussagekräftiger Partikelmarker. Diese beiden Paramter können das Bild deutlich schärfen.

Wenn dann noch Unklarheiten bestehen, können bildgebende Verfahren aufschlussreich sein. Viele andere Analysen hingegen (Homocystein, oxidiertes LDL, die LDL-Partikelgröße) sind hingegen nicht nötig.

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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