Warum Basilikum Ängste und Depressionen lindern könnte
- Basilikum hat sich als wirksam bei der Reduzierung von Angst und innerer Unruhe erwiesen. Bestimmte Inhaltsstoffe wie Linalool und Eugenol sind dafür verantwortlich.
- Das Gewürzkraut kann auch zur Linderung von depressiven Beschwerden beitragen - insbesondere in Kombination mit einer medikamentösen Behandlung.
- Rosmarinsäure und andere Pflanzenstoffe entfalten eine entzündungshemmende und antioxidative Wirkung. Sie können Entzündungen reduzieren und somit zur Stabilisierung der psychischen Gesundheit beitragen.
Basilikum - Wirkstoffe für die Psyche
Viele Menschen mit Depressionen leiden nicht nur unter gedrückter Stimmung, Antriebslosigkeit und Erschöpfung. Häufig kommen auch innere Unruhe, Anspannung, Ängste und starkes Grübeln hinzu.
Diese Kombination ist im Alltag besonders belastend, weil sie Schlaf, Konzentration und Lebensqualität zusätzlich verschlechtern kann.
Basilikum wird in der Pflanzenheilkunde schon lange genutzt. Es enthält viele Stoffe, denen eine Wirkung auf das Nervensystem zugeschrieben wird.
Dazu gehören vor allem Linalool, Eugenol und Rosmarinsäure. Sie sollen unter anderem antioxidativ und entzündungshemmend wirken sowie Botenstoffe beeinflussen, die bei Stress und Ängsten eine Rolle spielen.
Hilft ein Basilikumextrakt bei depressiven Beschwerden?
Eine Studie von 2025 untersuchte, wie sich ein Extrakt bei Ängsten und Depressionen auswirkt (1). 60 Erwachsene, die sich in einer psychiatrischen Klinik befanden, wurden mit dem häufig eingesetzten Antidepressivum Sertralin behandelt. Alle hatten zusätzlich zu ihrer Depression deutliche Angstsymptome.
Die Hälfte nahm zusätzlich 4 Wochen lang jeden Abend 5 ml Basilikum-Sirup ein. Diese Menge enthielt 1,1 g Extrakt aus getrockneten Basilikumblättern – Ocimum basilicum, also dieselbe Art, die bei uns als mediterranes Küchenkraut auf den Teller kommt. Die andere Hälfte erhielt ein Placebopräparat.
* Hier finden Sie Ocimum basilicum als Saatgut
Ängste gingen deutlich zurück
Die Beschwerden wurden mit einer Depressions- und einer Angst-Skala gemessen. Nach 4 Wochen hatten sich die Symptome in beiden Gruppen verbessert – in der Extrakt-Gruppe jedoch deutlich stärker.
Die Angstwerte sanken in der Extrakt-Gruppe im Schnitt um 21 Punkte – in der Kontrollgruppe nur um knapp 10. Die Angst-Skala reichte von 0 bis 56 Punkten.
Auch die depressiven Beschwerden gingen in der Extrakt-Gruppe stärker zurück – um 18 Punkte verglichen mit rund 11 Punkten in der Kontrollgruppe. Die Depressions-Skala reichte von 0 bis 63 Punkten.
Damit verschob sich gemäß der Skalen die Angst in der Extrakt-Gruppe im Schnitt von schwer auf mild und die Depression von schwer auf mittelgradig.
Wo gibt es Basilikumextrakt?
Im Handel gibt es Urtinktur oder ätherische Öle sowie Präparate, die für kosmetische Zwecke gedacht sind. Einen Extrakt, wie er in der Studie zum Einsatz kam (der vermutlich pro Tagesportion aus 15 g oder mehr getrockneten Blättern hergestellt wurde), konnten wir im Handel leider nicht finden.
Aus dem Indischen Basilikum (Ocimum tenuiflorum, Synonym: Ocimum sanctum), auch Tulsi genannt, gibt es zwar zahlreiche Nahrungsergänzungen, auch sind die Pflanzen miteinander verwandt, aber es handelt sich um verschiedene Arten mit unterschiedlichen Inhaltsstoffen.
Dennoch wird im Ayurveda Tulsi auch bei Angst, Depressionen und Panikattacken genommen. Weitere Informationen finden Sie im Artikel Tulsi – Indisches Basilikum.
* Hier finden Sie unseren Kochkurs für mediterrane Ernährung
Fazit: Basilikumextrakt hilfreich bei Ängsten und Depressionen
Bei depressiven Symptomen und Ängsten könnte somit ein Extrakt aus Ocimum basilicum helfen.
Bisher gibt es allerdings nur wenige Informationen zur Dosierung und langfristigen Wirkung und kaum Nahrungsergänzungen mit Ocimum basilicum zu kaufen. Es bleibt daher zu hoffen, dass bald weitere Studien mit dem Extrakt durchgeführt werden.
Bis dahin können Sie zumindest kulinarisch in den Genuss des Küchenkrauts kommen. Weitere Informationen finden Sie in unserem Artikel Basilikum – Das italienische Würzkraut.