Hängen Vitamin K und der Blutzucker zusammen?
Das Vitamin kennt man vor allem wegen seiner Wirkungen auf die Blutgerinnung und die Knochengesundheit. Es kommt insbesondere in zwei Formen vor (K1 und K2). K1 findet sich zum Beispiel in grünem Blattgemüse und K2 in fermentierten Lebensmitteln.
Schon länger wird zudem untersucht, ob es beim Zuckerstoffwechsel eine Rolle spielt (1). Dieser Frage gingen Wissenschaftler in einer Übersichtsarbeit von 2026 nach.
Verbesserungen bei Blutzucker und Insulinresistenz
Für die Analyse wurden acht Studien berücksichtigt. Je nach Messwert flossen die Daten von rund 260 bis 550 Personen mit Diabetes Typ 2 oder Prädiabetes ein.
Verwendet wurden verschiedene Formen des Vitamins – darunter K1, K2 und K4 in Dosierungen von 90 bis 1.000 µg pro Tag über 4 bis 26 Wochen.
K1 wird auch Phyllochinon genannt, K2 Menachinon und K4 Menadiol.
Bei Vitamin K4 handelt sich um eine synthetische Form des Vitamins – es kommt also nicht wie K1 und K2 in Lebensmitteln vor und spielt auch für Nahrungsergänzungen kaum eine Rolle. In diesen wird häufig die K2-Form verwendet.
Meist wurde das Vitamin mit einem Placebo verglichen – in zwei Studien zudem mit Vitamin D3 und Magnesiumoxid.
Es schnitt im Vergleich zu den Kontrollgruppen bei mehreren Messwerten besser ab: Der Nüchternblutzucker und der Langzeitblutzucker (HbA1c) verbesserten sich stärker. Ebenso fiel HOMA-IR günstiger aus als in den Kontrollgruppen. Dieser Wert gilt als Schätzwert für die Insulinresistenz.
Nicht jede Form des Vitamins schnitt gleich ab
Die Forscher schauten sich auch die Untergruppen genauer an. Dabei zeigte sich, dass nicht jede Form des Vitamins den Blutzucker gleichermaßen beeinflusste.
Vitamin K2 war eher mit einem niedrigeren Langzeitblutzucker und einer geringeren Insulinresistenz verbunden. K1 fiel vor allem bei der Insulinresistenz positiv auf.
Zudem zeigten sich eher bei den kleinen Dosen von 90 bis 200 µg günstige Effekte auf die Blutzuckerwerte und die Insulinempfindlichkeit.
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Fazit: Vitamin K für einen besseren Blutzucker
Offenbar kann das Vitamin auch beim Blutzucker eine unterstützende Rolle spielen. Wer Typ-2-Diabetes oder Prädiabetes hat, sollte darauf achten, seine Ernährung Vitamin-K-reicher zu gestalten. Bauen Sie deshalb viel grünes Blattgemüse und fermentierte Lebensmittel in Ihren Speiseplan ein.
Weitere Informationen finden Sie in unserem Hauptartikel Vitamin K – Wirkungen und Nebenwirkungen.