Zentrum der Gesundheit
  • chwarzkümmel mit Schwarzkümmelblüte
2 min
Kommentare

Schwarzkümmel – natürliche Hilfe in den Wechseljahren

Schwarzkümmel wird seit Jahrhunderten als Heilpflanze verwendet. Nun zeigt eine klinische Studie mit Frauen in den Wechseljahren, dass ein Extrakt aus den Samen den Östrogenspiegel erhöhen und die Vaginalgesundheit verbessern könnte.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 25 April 2026
🔍
Sie finden alle im Laufe des Artikels genannten weiterführenden Artikel, wenn Sie die jeweiligen Titel oder auch einzelne Suchbegriffe daraus in unser Suchfeld eingeben.

Wechseljahresbeschwerden durch sinkendes Östrogen

Viele Frauen leiden in den Wechseljahren unter Beschwerden wie vaginaler Trockenheit, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder Harnwegsproblemen. Die Ursache dafür ist der sinkende Östrogenspiegel.

Die Hormontherapie galt lange als wirksamste Behandlung – sie birgt jedoch Risiken. Pflanzliche Alternativen rücken deshalb immer stärker in den Fokus. Schwarzkümmel (Nigella sativa) enthält sogenannte Phytoöstrogene. Das sind pflanzliche Stoffe, die eine östrogenähnliche Wirkung haben können. Als Hauptwirkstoff gilt Thymoquinon.

Weitere Informationen rund um die Heilpflanze finden Sie im Hauptartikel Schwarzkümmelöl – Wirkung und Anwendung.

Wirkung bei Wechseljahresbeschwerden?

Indonesische Forscher führten 2023 eine klinische Studie mit 50 Frauen in den Wechseljahren (1) durch.

Gruppe 1 erhielt ein Placebo. Gruppe 2 nahm täglich 910 mg Schwarzkümmel-Extrakt in Kapselform zu sich. Gruppe 3 bekam Kapseln mit 1365 mg Extrakt pro Tag.

Die Studie dauerte 8 Wochen. Vor und nach der Studie wurden die Blutwerte und Vaginalabstriche der Frauen untersucht.

Verwendet wurde ein indonesisches Präparat mit 455 mg Extrakt pro Kapsel (genauer Wirkstoffgehalt nicht bekannt). Entsprechend nahmen die Frauen je nach Gruppe zwei oder drei Kapseln täglich.

* Hier finden Sie unseren Kochkurs für eine gesunde basische Ernährung

Mehr Östrogen und bessere Vaginalgesundheit

Mit den Kapseln stiegen die Östrogenwerte im Durchschnitt deutlich an – bei der niedrigeren Dosis um rund die Hälfte, bei der höheren Dosis um mehr als das Doppelte.

Auch die Vaginalgesundheit verbesserte sich. Der Vaginal Maturity Index, der anzeigt, wie gesund die Vaginalschleimhaut ist, nahm in der Gruppe mit 910 mg um etwa 16 Prozent zu und in der Gruppe mit 1365 mg um etwa 21 Prozent.

Der FSH-Wert, ein Hormon, das in den Wechseljahren normalerweise stark ansteigt, blieb durch den Extrakt unverändert. Die Ergebnisse waren signifikant.

Auffällig war, dass schon die niedrigere Dosis ausreichte, um die gewünschte Wirkung zu erzielen – der Unterschied zwischen den beiden Dosierungen war nicht signifikant. Nebenwirkungen in Form von Übelkeit kamen bei zwei Frauen vor.

Wichtig beim Kauf von Schwarzkümmel-Öl

Die meisten Präparate enthalten das Schwarzkümmelöl. In obiger Studie wurde hingegen ein Extrakt verwendet. Das Öl hat natürlich auch positive Eigenschaften und wird insbesondere bei Asthma und Heuschnupfen, aber auch bei Diabetes und Rheuma eingesetzt.

Wenn Sie jedoch die hier beschriebenen Wirkungen im Bereich der Wechseljahre erzielen möchten, achten Sie beim Kauf eines Präparats darauf, dass es Schwarzkümmelextrakt enthält, also nicht das Öl.

* hier finden Sie Schwazkümmel-Öl in Kapseln

Fazit: Schwarzkümmel als natürliche Alternative

Die Studie deutet darauf hin, dass ein Extrakt aus Schwarzkümmel den sinkenden Östrogenspiegel in den Wechseljahren ausgleichen und die Vaginalgesundheit verbessern könnte.

Mit nur 50 Frauen und einer Dauer von 8 Wochen ist die Studie recht klein und kurz. Sie liefert jedoch durchaus erste Hinweise, dass der Extrakt in den Wechseljahren eine natürliche Option sein könnte.

Im Artikel Wechseljahre – Natürliche Mittel stellen wir Ihnen weitere pflanzliche Alternativen bei Wechseljahresbeschwerden vor.

Spende

Ihre Spende hilft uns

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, würden wir uns über einen kleinen Beitrag zu unserer Arbeit sehr freuen! Spenden Sie jetzt mit Paypal.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

Transparenz-Hinweis: Um unser Informationsangebot für Sie kostenfrei zu halten, verwenden wir Affiliate-Links (*). Bei einem Kauf erhalten wir eine kleine Provision - ohne Mehrkosten für Sie. Mehr erfahren

Lesen Sie uns gerne? Legen Sie Zentrum der Gesundheit mit einem Klick als bevorzugte Quelle bei Google fest und erhalten Sie unsere Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen.

War dieser Artikel hilfreich für Sie?

Wir investieren viel Zeit und Sorgfalt in unsere Artikel. Wenn Ihnen unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kurze Bewertung bei Trustpilot.

★★★★★
Jetzt bewerten
Kürzlich gestellte Fragen