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Mediterrane Ernährung senkt Demenzrisiko

Die mediterrane Ernährung gilt schon lange als gesund für Herz und Kreislauf. Offenbar schützt sie auch das Gehirn. Wer mediterran isst, hat ein geringeres Risiko, an Demenz zu erkranken.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 20 April 2026
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Mediterrane Ernährung schützt das Gehirn

Demenz zählt zu den größten Gesundheitsproblemen weltweit. Medikamente können den Verlauf bisher nur wenig beeinflussen. Umso wichtiger sind Maßnahmen, die das Risiko senken.

Die mediterrane Ernährung gilt als entzündungshemmend und soll gut fürs Herz sein. Sie setzt sich aus reichlich Gemüse, Früchten, Vollkorn, Hülsenfrüchten, Fisch, Nüssen und Olivenöl zusammen.

Zugleich kommen Fleisch, Wurst, Zucker, Milchprodukte und stark verarbeitete Produkte nur selten auf den Teller und Alkohol – am besten Rotwein – nur in kleinen Mengen ins Glas.

Unseren Hauptartikel zur mediterranen Ernährung finden Sie unter Mediterrane Ernährung – Gesund und lecker.

Diese Ernährungsform scheint auch das Gehirn zu schützen (1), wie die Auswertung einer Forschergruppe von 2023 ergab.

Weniger Demenz-Erkrankungen bei mediterraner Ernährung

Die Forscher nutzten die Daten von 60.000 Personen (60 plus) und erfassten, wie stark sich ihre Ernährung an der Mittelmeer-Kost orientierte. Sie wurden im Durchschnitt über neun Jahre begleitet. Während der Beobachtungszeit erkrankten 882 Personen an Demenz.

Wer sich stärker an die mediterrane Ernährung hielt, erkrankte seltener. Das Demenzrisiko der mediterran Essenden war um 23 Prozent niedriger als das Risiko der Personen, die am wenigsten mediterran aßen.

Ernährung hilft besonders Menschen mit Alzheimer-Risikogen

Oft glaubt man, wer genetisch vorbelastet ist, sei seinem Schicksal ausgeliefert. Bei Alzheimer ist es z. B. die APOE4-Variante des APOE-Gens.

Jeder Mensch erbt das APOE-Gen zweimal – einmal von der Mutter, einmal vom Vater. Nur gibt es verschiedene Varianten dieses Gens (APOE2, APOE3, APOE4).

Wer kein APOE4 trägt, hat ein normales Risiko. Wer ein APOE4 trägt, hat ein deutlich höheres Risiko. Wer zwei APOE4 trägt (eins von jedem Elternteil), hat das höchste bekannte Risiko.

In einer Studie von 2025 zeigte sich, dass zwar alle Menschen in Sachen Alzheimerprävention von der mediterranen Ernährung profitieren, Menschen mit APOE4-Gen aber ganz besonders (2).

Das heißt, auch genetisch vorbelastete Menschen sollten keinesfalls die Hände in den Schoß legen, sondern aktiv Maßnahmen ergreifen, um ihre ungünstige Genetik bestmöglich zu kompensieren.

Fazit: Mediterran essen lohnt sich mehrfach

Die mediterrane Ernährung lohnt sich nicht nur fürs Herz, sondern auch fürs Gehirn. Eine Ernährungsumstellung hin zu mehr mediterraner Kost ist ein einfacher Schritt, um die Chancen auf mehr Gesundheit – und ein besseres Gedächtnis – im Alter zu erhöhen.

Bauen Sie mehr Gemüse, Früchte, Hülsenfrüchte und Olivenöl in Ihren Alltag ein – greifen Sie häufiger zu Vollkornprodukten und weniger zu tierischen Fetten und Milchprodukten.

* Kombinieren Sie für noch mehr Gesundheit die mediterrane Küche mit der veganen Ernährung! Unser online Kochkurs Mediterrane Küche – Fokus Italien zeigt Ihnen, wie Sie genau das mit vielen Köstlichkeiten umsetzen können.

Update 8.9.2025

Wir ergänzten den Artikel mit dem Abschnitt Ernährung hilft besonders Menschen mit Alzheimer-Risikogen.

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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