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Übersäuert - Höheres Risiko für Krankheiten

Eine Übersäuerung wird mit höherem Krebsrisiko und Depressionen in Verbindung gebracht und ist eine Belastung für die Nieren, Knochen und Muskeln. Ideal für übersäuerte Personen ist eine pflanzenbasierte Ernährung. Sie senkte die Säurelast deutlich und reduziert das Krankheitsrisiko.

Stand: 02 Mai 2026
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Übersäuerung kann zu Krankheiten führen

Der Säure-Basen-Haushalt ist ein empfindliches System, das wir durch unsere Ernährung direkt beeinflussen. Ist der Körper übersäuert, kann das zu Krankheiten beitragen.

Der Artikel Übersäuerung aus Sicht der Wissenschaft stellt eine Übersicht dar, für welche Krankheiten übersäuerte Personen ein höheres Risiko haben.

In der Fachsprache wird die Übersäuerung als ernährungsbedingte Säurelast bezeichnet. Tierische Proteine lassen die Säurelast ansteigen, während Gemüse und Früchte sie senken.

In der Medizin wird die Übersäuerung durch die Ernährung und den Lebensstil nach wie vor als Mythos bezeichnet. Jedoch gibt es zahlreiche Wissenschaftler, die sich seriös mit dem Thema beschäftigen und Studien dazu veröffentlichen.

Diese lassen vermuten, dass auch Krebs und Depressionen mit einer erhöhten Säurelast zusammenhängen könnten und dass die Übersäuerung die Nieren belastet, was unter anderem zu einem Knochen- und Muskelabbau führen kann.

Krebs: Höhere Säurelast – höheres Risiko

Chinesische Forscher untersuchten in einer Meta-Analyse von 2022, ob es einen Zusammenhang zwischen der Säurelast und dem Krebsrisiko (1) gibt.

Denn frühere Untersuchungen deuten darauf hin, dass Krebszellen in saurer Umgebung besser überleben und eher Metastasen bilden.

Die Forscher analysierten 10 Beobachtungsstudien, die sich mit dem Thema Übersäuerung und Krebs befassten – die Daten stammten von gesamthaft rund 227.000 Personen.

Die Säurelast wurde mit zwei Kennzahlen gemessen: PRAL (Potential Renal Acid Load) und NEAP (Net Endogenous Acid Production).

Es zeigte sich, dass übersäuerte Personen, also Menschen mit einer hohen ernährungsbedingten Säurelast ein um 58 Prozent höheres Gesamtrisiko hatten, an Krebs zu erkranken. Bei übersäuerten Patienten, die bereits Krebs hatten, fielen die Verläufe um 53 Prozent schlechter aus.

* Hier finden Sie unseren Kochkurs für die basische Ernährung.

Übersäuerte Personen haben höheres Risiko für Depressionen

Eine 2023 veröffentlichte Studie aus dem Iran untersuchte, ob ein Zusammenhang zwischen der Säurelast und Depressionen (2) besteht.

Die Forscher analysierten die Daten von rund 6500 Personen. Diese hatten Fragebögen zu ihrer Ernährung sowie zu Depressions- und Angstsymptomen ausgefüllt.

Die Frauen, die am stärksten übersäuert waren, die also die höchste Säurelast aufwiesen, hatten eine 20 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit Depressionssymptome zu entwickeln als die Frauen mit der niedrigsten Belastung.

Bei Männern und insgesamt (ohne Trennung nach Geschlechtern) zeigte sich kein signifikanter Zusammenhang mit Depressionssymptomen.

Bei Angstsymptomen jedoch hatten diejenigen Personen, die den höchsten PRAL-Wert aufwiesen, eine 13 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit, stärkere Symptome zu entwickeln (signifikant).

Übersäuerung belastet die Nieren

Die Autoren eines Editorials, das 2021 im BMJ-Journal Open Heart erschienen ist, erklären, weshalb übersäuerte Menschen ihre Nieren belasten (durch die säurebildende Ernährung) belasten (3):

"Die moderne, westliche Ernährung mit viel tierischem Protein erzeugt mehr Säure, als die Nieren auf Dauer problemlos ausscheiden können. Mit dem Alter sinkt die Leistung der Nieren zusätzlich."

Mögliche Folgen einer nur schon leichten chronisch erhöhten Säurelast sind laut den Autoren der Abbau von Muskel- und Bindegewebe sowie der Knochen. Zudem könne es zu Nierensteinen und Mineralstoffverlusten kommen.

Mit abnehmender Nierenfunktion würden die Risiken zunehmen.

Fazit: Übersäuert? Dann am besten mit pflanzenbasierter Ernährung entsäuern!

Wer übersäuert ist, hat ein höheres Krebsrisiko und im Krankheitsfall das Risiko eines ungünstigeren Verlaufs. Eine säurelastige Ernährung könnte außerdem zu Depressionen beitragen und – besonders bei nachlassender Nierenfunktion – Folgen für die Knochen und die Muskeln haben.

Die Studien unterstreichen, wie wichtig eine basenüberschüssige Ernährung ist, um das eigene Risiko für Krankheiten zu senken.

In unseren Artikeln Basische Ernährung – darum ist sie gesund und Saure Lebensmittel und basische Lebensmittel erfahren Sie, wie Sie sich basenüberschüssig ernähren und welche Lebensmittel sich wie auf den Säure-Basen-Haushalt auswirken.

Per Mail an info@zentrum-der-gesundheit.de können Sie gerne kostenlos unsere Säure-Basen-Tabelle anfordern.

* Ein basischer Mineralstoffkomplex kann Ihre Entsäuerung sehr gut zusätzlich unterstützen.

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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