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Diese Vorerkrankungen erhöhen das Demenzrisiko

Einige Vorerkrankungen treten schon Jahre vor einer Demenzdiagnose auf. Forscher identifizierten 29 Krankheiten, die mit einem erhöhten Demenzrisiko in Verbindung stehen – darunter auch Blasenentzündungen und bakterielle Infektionen.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
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Welche Vorerkrankungen das Demenzrisiko erhöhen

Eine Demenzerkrankung tritt in den meisten Fällen nicht plötzlich auf, sondern entwickelt sich über viele Jahre. Ältere Menschen haben zudem oft mehrere Krankheiten gleichzeitig. Gibt es einen Zusammenhang zwischen diesen Erkrankungen und Demenz?

Forscher gingen dieser Frage in einer Studie von 2026 nach. Sie wollten herausfinden, welche Vorerkrankungen und Infektionen schon lange vor einer Demenz gehäuft auftreten und ob sie mit dem Demenzrisiko zusammenhängen (1).

29 Krankheiten traten vor Demenz häufiger auf

Für die Studie analysierten die Forscher die Gesundheitsdaten von rund 375.000 Personen aus Finnland. Sie verglichen über 65-Jährige mit beginnender Demenz mit Personen ohne Demenz.

Anschließend prüften sie, welche Krankenhausdiagnosen vor der Demenzdiagnose besonders häufig auftraten. Es wurden nur Krankheiten berücksichtigt, die bei mindestens einem Prozent der Demenzfälle vorkamen.

Am Ende identifizierten die Forscher 29 Krankheiten, die mit einem erhöhten Demenzrisiko zusammenhingen. Fast die Hälfte der späteren Demenzpatienten hatte mindestens eine dieser Diagnosen schon vor der Demenz – etwa 20 Prozent sogar mindestens zwei.

Größter Zusammenhang mit psychischen Störungen

Zu den Krankheiten mit dem größten Zusammenhang gehörten andere neurologische und psychische Erkrankungen wie Parkinson, Epilepsie und Depressionen. Danach folgten Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Schlaganfall und niedriger Blutdruck sowie Diabetes Typ 2.

Interessant war außerdem, dass unter diesen 29 Vorerkrankungen auch zwei Infektionserkrankungen waren: schwere Blasenentzündungen und bakterielle Infektionen unklarer Lokalisation. Das bedeutet, man weiß nicht genau, wo im Körper sie auftraten.

Diese beiden Infektionen waren überraschenderweise nicht nur Begleiterscheinungen anderer Erkrankungen, sondern hingen selbst mit dem späteren Demenzrisiko zusammen. Sie traten im Schnitt 5 bis 6 Jahre vor der Demenzdiagnose auf.

Womöglich beschleunigen sie entzündliche Prozesse im Gehirn und bereits bestehende neurodegenerative Veränderungen.

Fazit: Vorerkrankungen beim Demenzrisiko beachten

Vorerkrankungen sind offenbar mehr als nur lästige Begleiter im Alltag. Treten bestimmte Krankheiten oder Infektionen auf, kann das ein Hinweis darauf sein, dass man die Gesundheit insgesamt genauer im Blick behalten sollte.

Eine einzelne Krankheit ist wiederum noch kein Grund, sich wegen einer späteren Demenz Sorgen zu machen. Es ist jedoch sinnvoll, die Beschwerden möglichst gut zu behandeln und erste Auffälligkeiten beim Gedächtnis oder bei der Orientierung mit einem Arzt abzuklären.

Wie Sie einer Demenz vorbeugen können, erfahren Sie im Artikel Demenz auf natürliche Weise verhindern. Weitere Hilfen, die bei Blasenentzündungen eingesezt werden können finden Sie in unserem Text: Blasenentzündung - Symptome und Hausmittel

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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