Wie wirkt Curcumin bei Migräne?
Curcumin ist der Hauptwirkstoff in Kurkuma (Curcuma longa) und gehört zu den Polyphenolen. Er wird vor allem wegen seiner entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften erforscht.
Migräne ist eine neurologische Erkrankung, die sich durch wiederkehrende Attacken äussert. Diese gehen häufig mit Übelkeit und Licht- sowie Lärmempfindlichkeit einher und dauern typischerweise 4 bis 72 Stunden.
Weil Entzündungsprozesse und oxidativer Stress bei der Erkrankung mitbeteiligt sein können, untersuchten Forscher in einer Studie von 2025, ob der Kurkuma-Wirkstoff diese Prozesse dämpfen könnte (1).
Migräneattacken in Studie wirksam gelindert
Für die Studie nahmen 70 Patienten entweder 8 Wochen lang 250 mg phytosomales Curcumin pro Tag oder ein Placebo ein. Alle Teilnehmer führten ihre übliche Behandlung inkl. Medikamente fort.
Vor und nach der Einnahme wurden die Stärke, die Dauer und die Häufigkeit der Attacken erfasst sowie die Beeinträchtigung durch die Kopfschmerzen, die Lebensqualität, der psychische Zustand und die Schlafqualität.
Nach den 8 Wochen hatten die Probanden in der Curcumin-Gruppe weniger häufige, kürzere und mildere Migräneattacken als die Placebo-Gruppe. Ausserdem berichteten sie über eine bessere Schlafqualität, höhere Lebensqualität und weniger Stress.
Auf Angst- und Depressionswerte hatte der Stoff dagegen keinen klaren Einfluss.
Was bedeutet phytosomal?
Da der Kurkuma-Wirkstoff nur schlecht aufgenommen wird, gibt es Präparate, die seine Aufnahme verbessern sollen – zum Beispiel durch eine Bindung an Phospholipide (Fettbausteine).
„Phospholipid-Komplex“ ist dabei der Oberbegriff. Er sagt aus, dass Curcumin mit Lecithin/Phospholipiden kombiniert wurde – wie genau, kann je nach Hersteller stark variieren.
„Phytosomal“ (z. B. Phytosome®/Meriva®) beschreibt dagegen eine bestimmte, standardisierte Form dieses Komplexes, die für eine besonders gute Aufnahme sorgen soll.
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Fazit: Curcumin könnte bei Migräne hilfreich sein
Die Studie deutet darauf hin, dass der Kurkuma-Wirkstoff als Ergänzung zur Standardtherapie die Symptome der neurologischen Erkrankung lindern kann.
Die Einnahme von 250 mg über 8 Wochen wurde in Studien schon vielfach getestet (auch bei anderen Beschwerden). Sie wird in der Regel gut vertragen.
Am besten kombinieren Sie den Stoff zu einer fettreichen Mahlzeit, um die Aufnahme zu verbessern.
Viele weitere Hinweise rund um die Erkrankung finden Sie in unserem Hauptartikel Migräne – Symptome und Tipps zur Hilfe.