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Zucker fördert CED

Wer viel Zucker und Süssgetränke konsumiert, hat ein höheres Risiko, eine chronisch entzündliche Darmerkrankung wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa zu entwickeln. Das zeigt eine amerikanische Übersichtsarbeit von 2025.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 24 April 2026
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Chronisch entzündliche Darmerkrankungen nehmen zu

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (abgekürzt CED) sind langfristige Entzündungen im Verdauungstrakt. Sie treten meist in Schüben auf und äussern sich durch Symptome wie zum Beispiel Bauchschmerzen, Durchfall und Blut im Stuhl.

Man unterscheidet Morbus Crohn und Colitis ulcerosa. Während letztere vor allem den Dickdarm betrifft, kann Morbus Crohn alle Abschnitte des Verdauungstrakts vom Mund bis zum After befallen.

Weitere Informationen finden Sie in unserem Hauptartikel CED – Chronisch entzündliche Darmerkrankungen.

Weltweit nehmen die Fälle von CED zu. Wissenschaftler vermuten, dass die Ernährung das Erkrankungsrisiko beeinflusst.

Hat Zucker einen Einfluss auf CED?

Amerikanische Forscher wollten herausfinden, ob eine zuckerreiche Ernährung einen Einfluss auf die Entstehung von CED hat (1). Für ihre 2025 veröffentlichte Übersichtsarbeit analysierten sie 45 Studien.

Sie prüften, ob eine höhere Aufnahme von zuckerhaltigen Speisen (z. B. Süssigkeiten) und Süssgetränken (z. B. Cola, Limonade) mit dem späteren Auftreten von Morbus Crohn und Colitis ulcerosa zusammenhängt.

Mehr Süssigkeiten und Süssgetränke – häufiger CED

Die Auswertung ergab, dass Personen, die viele Süssigkeiten oder gezuckerte Lebensmittel assen, häufiger an CED erkrankten. Für Morbus Crohn war die Wahrscheinlichkeit um rund zwei Drittel höher – für Colitis ulcerosa um etwa 60 Prozent.

Dieses Ergebnis stammt vor allem aus rückblickenden Untersuchungen, bei denen man Erkrankte nachträglich zu ihrer Ernährung befragt. In Prospektivstudien, bei denen man zunächst gesunde Menschen über Jahre begleitet (und dann schaut, ob und wann sie erkranken), war der Zusammenhang weniger klar.

Dagegen zeigte sich bei den Süssgetränken ein deutlicheres Bild:

Hoher Konsum zuckerhaltiger Softdrinks hing mit einer höheren CED-Wahrscheinlichkeit zusammen – bei Morbus Crohn um rund 60 Prozent, bei Colitis ulcerosa um rund 70 Prozent.

Für Colitis ulcerosa trat der Zusammenhang auch in Prospektivstudien auf. Für Morbus Crohn fielen die Ergebnisse gemischt aus.

Die Forscher vermuten, dass der Grund bei der Darmflora liegt. Viel Zucker könnte sie aus dem Gleichgewicht bringen und Entzündungen fördern.

* Hier finden Sie unseren entzündungshemmenden Ernährungsplan

Fazit: Zucker reduzieren für gesünderen Darm

Möchten Sie Ihr persönliches CED-Risiko senken, sollten Sie im Alltag weniger Zucker und Süssgetränke zu sich nehmen.

Das gelingt am besten, wenn Sie unverarbeitete Lebensmittel wählen, denn vielen verarbeiteten Produkten ist Zucker zugesetzt. Trinken Sie anstelle von Süssgetränken Wasser oder ungesüssten Tee.

In unseren Artikeln Junk-Food könnte Ursache für chronisch entzündliche Darmerkrankungen sein und Fett und Antibiotika erhöhen Risiko für Darmerkrankungen finden Sie weitere Studienergebnisse.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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