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  • In der Pfanne gebratenes Tempeh mit Marinarasauce, ein gesundes und schmackhaftes pflanzliches Vollwertgericht
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Tempeh fürs Gehirn

Tempeh kann das Gehirn stärken – besonders, wenn man ihn mit drei weiteren Zutaten kombiniert. Forscher haben ältere Menschen mit leichter Gedächtnisschwäche das Sojaprodukt essen lassen – und dabei spannende Veränderungen festgestellt.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 18 März 2026
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Tempeh: Antioxidantien für das Gehirn

Tempeh ist ein fermentiertes Sojaprodukt, das nicht nur viel Eiweiss liefert, sondern auch antioxidative Stoffe enthält. Diese können helfen, Nervenzellen vor schädlichen freien Radikalen zu schützen. Sie können sich daher positiv auf das Gehirn auswirken.

Lesen Sie weitere Informationen in unserem Hauptartikel Tempeh: Die vitalstoffreiche Proteinquelle.

Indonesische Forscher prüften nun, ob eine spezielle Tempeh-Variante (1) mit besonders vielen Antioxidantien die geistige Leistungsfähigkeit älterer Menschen stärker fördern könnte als die herkömmlicher Rezeptur nur aus Sojabohnen.

Die spezielle Variante enthielt in der Studie neben Sojabohnen auch Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne sowie Adzukibohnen.

Welcher Tempeh ist gesünder?

An der im Mai 2025 veröffentlichten Studie nahmen 57 ältere Erwachsene mit leichter kognitiver Beeinträchtigung teil. Die Probanden wurden in zwei Gruppen eingeteilt:

  1. Eine Gruppe ass täglich 100 Gramm gemischten Tempeh aus Sojabohnen, Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen und Adzukibohnen (in gleichen Anteilen enthalten).
  2. Die andere Gruppe ass täglich 100 Gramm klassischen Soja-Tempeh.

Die Teilnehmer verzichteten während der viermonatigen Studie auf andere fermentierte Lebensmittel, um die Ergebnisse nicht zu beeinflussen.

Zu Beginn und am Ende erfassten die Forschenden die Ergebnisse mit anerkannten neuropsychologischen Tests. Gemessen wurden u. a. die geistige Leistungsfähigkeit, das Gedächtnis, der verbale Sprachfluss und die visuell‑räumlichen Fähigkeiten.

Besseres Gedächtnis mit der gemischten Rezeptur

Die Gruppe, die die gemischte Variante ass, hatte sich nach den vier Monaten in drei Bereichen signifikant verbessert: Die geistige Leistungsfähigkeit stieg. Auch das Gedächtnis und der verbale Sprachfluss nahmen zu.

Die reine Soja‑Gruppe verbesserte sich hingegen in zwei Bereichen: Gedächtnis und visuell‑räumliche Fähigkeiten. Die Verbesserung beim Gedächtnis war geringer als beim gemischten Tempeh.

Die Autoren führen den Unterschied vor allem auf die zusätzlichen antioxidativen Eigenschaften von Kürbis‑ und Sonnenblumenkernen sowie Adzukibohnen zurück.

Fazit: Tempeh mit Ölsaaten kombinieren

Tempeh mit Sonnenblumenkernen, Kürbiskernen und Adzukibohnen kombiniert, könnte älteren Menschen mit leichter Gedächtnisschwäche helfen, die geistige Leistungsfähigkeit zu verbessern – stärker als reiner Soja‑Tempeh.

Es handelt sich um eine kleine, nicht‑randomisierte Studie. Die Teilnehmer wurden den Gruppen nicht zufällig zugeteilt. Deshalb sind weitere Untersuchungen nötig, bevor klare Empfehlungen möglich sind.

Wer das fermentierte Sojaprodukt ohnehin gerne isst, kann es problemlos mit Sonnenblumen‑ und Kürbiskernen oder auch Adzukibohnen kombinieren. Das lohnt sich nicht nur potenziell fürs Gehirn, sondern auch wegen der insgesamt gesunden Inhaltsstoffe.

In unseren Artikeln Sonnenblumenkerne – gesunde Energiespender und Kürbiskerne – gesund und proteinreich erfahren Sie mehr über die gesunden Saaten.

In der Studie wurden die Saaten jedoch gemeinsam mit Sojabohnen zu Tempeh verarbeitet – zu gleichen Anteilen. Sie wurden also fermentiert verzehrt. Wie Sie Tempeh – ob aus Soja, Linsen oder Quinoa – selbst machen können, lernen Sie in unserer online Kochschule im * Kochkurs Fermentieren lernen.

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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