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  • Fokus einer Flasche reiner Sucralose künstlicher Süßstoffzuckerersatz
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Sucralose - Schlechte Idee bei Krebs-Immuntherapie

Sucralose könnte die Wirksamkeit von Immuntherapien bei Krebs beeinträchtigen. Forscher aus den USA fanden heraus, dass der künstliche Süssstoff die Zusammensetzung der Darmflora verändern und dadurch das Immunsystem schwächen kann.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 20 Mai 2026
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Sucralose in vielen Light-Produkten

Sucralose (E 955) ist ein künstlicher Süssstoff. Er kommt häufig in zuckerfreien Energy-Drinks und Limonaden, in Tafelsüsse, Proteinpulvern, Kaugummis und kalorienreduzierten Milchprodukten vor.

Weitere Informationen über seine Wirkung finden Sie im Artikel Sucralose: Süssstoff erhöht Risiko für Diabetes.

Amerikanische Forscher veröffentlichten 2025 eine Studie, die den Einfluss von Sucralose auf Krebs-Immuntherapien (1) untersuchte.

Studie: Einfluss des Süssstoffs auf Immuntherapien

Die Forscher begleiteten einerseits 157 Patienten mit schwarzem Hautkrebs oder Lungenkrebs, die mit sogenannten PD-1-Hemmern behandelt wurden.

Diese Medikamente aktivieren bestimmte Abwehrzellen (T-Zellen), damit sie Krebszellen erkennen und bekämpfen.

Die Ernährung erfassten sie per Fragebogen, um den Konsum des Stoffes mit dem Behandlungserfolg zu vergleichen.

Andererseits führten die Forscher Versuche an Mäusen mit implantierten Tumoren durch, um die beobachteten Zusammenhänge genauer zu prüfen. Sie untersuchten, wie der Süssstoff die Darmflora und die Abwehrzellen beeinflusst.

Schlechteres Ansprechen auf Immuntherapie

Wer mehr von dem Süssstoff zu sich nahm, sprach schlechter auf die Immuntherapie an. Das Fortschreiten der Krebserkrankung setzte früher ein – bei Lungenkrebs etwa nach 7 statt nach 18 Monaten und beim schwarzen Hautkrebs nach 8 statt nach 13 Monaten.

Auch bei den Mäusen schwächte der Stoff die Wirkung der Immuntherapie. Die Tumoren wuchsen schneller, die Zahl aktiver T-Zellen war geringer. Haushaltszucker (Saccharose) hatte diesen Effekt nicht.

Der Grund liegt offenbar im Darmmikrobiom. Der Stoff förderte Bakterien, die Arginin abbauen und verringerte die Arginin-Aufnahme der T-Zellen. Dadurch war im Körper, bis ins Tumorgewebe, weniger Arginin verfügbar.

Arginin ist eine Aminosäure, die für die Energieversorgung und Funktionsfähigkeit der T-Zellen wichtig ist. Fehlt Arginin, können die T-Zellen die Krebszellen weniger gut bekämpfen.

Fazit: Vorsicht bei Produkten mit Sucralose

Die Studie weist erstmals darauf hin, dass der Süssstoff die Wirkung von Immuntherapien bei Krebs schwächen kann.

Auch wenn weitere Studien nötig sind, um den Zusammenhang zu bestätigen, sollten Krebspatienten den Stoff vorsichtshalber meiden.

Statt Light-Getränken empfehlen sich selbstgemachte Limonaden und Eistees oder einfach Wasser oder ungesüsste/mit Stevia gesüsste Tees; für Müslis und Desserts eignet sich z. B. Yacon. Eine Übersicht weiterer Alternativen bietet der Artikel Zuckerersatz: Die 7 gesündesten Süssungsmittel .

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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