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Pommes erhöhen Diabetes-Risiko deutlich

Wer regelmässig Pommes Frites isst, erhöht sein Risiko für Typ-2-Diabetes deutlich. Eine grosse Studie aus den USA zeigt, wie stark die Zubereitungsart von Kartoffeln die Gesundheit beeinflussen kann.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 17 April 2026
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Kartoffeln: Gesund – aber nicht in jeder Form

Kartoffeln gehören zu den beliebtesten Lebensmitteln weltweit. Entgegen vielen Vorurteilen sind sie gesund – entscheidend ist jedoch die Zubereitung.

Mehr zur Knolle lesen Sie im Hauptartikel Kartoffeln – Kochen, Nährwerte und Vitamine am Ende dieser Seite.

Amerikanische Forscher wollten herausfinden, ob verschiedene Zubereitungsweisen unterschiedlich stark mit dem Risiko für Typ-2-Diabetes zusammenhängen .

Die im August 2025 veröffentlichte Auswertung kombinierte drei Langzeitstudien mit insgesamt über 205.000 Erwachsenen ohne Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Krebs.

Die Teilnehmenden wurden über Jahrzehnte begleitet und berichteten regelmässig über ihre Ernährung. In dieser Zeit traten mehr als 22.000 neue Fälle von Typ-2-Diabetes auf.

Wer Pommes isst, hat ein höheres Diabetes-Risiko

Die Auswertung zeigte einen klaren Unterschied je nach Zubereitungsart:

Personen, die dreimal pro Woche Fritten assen, hatten ein 20 % höheres Risiko, an Typ-2-Diabetes zu erkranken (1).

Beim Gesamtkartoffelkonsum – unabhängig von der Zubereitungsform – zeigte sich ein leicht erhöhtes Risiko von 5 %. Das dürfte vor allem daran liegen, dass in dieser Kategorie auch Pommes Frites miteingerechnet sind, die das Gesamtrisiko nach oben ziehen.

Für gekochte, gebackene oder gestampfte Kartoffeln konnte hingegen kein signifikanter Zusammenhang mit einem erhöhten Diabetesrisiko festgestellt werden.

Vollkornprodukte sind die bessere Wahl

Zusätzlich berechneten die Forschenden die möglichen Effekte, wenn Kartoffeln durch andere Kohlenhydratquellen ersetzt würden:

Wurden die Fritten durch Vollkornprodukte ersetzt, sank das Risiko um 19 %.

Beim Ersatz aller Kartoffeln durch Vollkorn lag die Risikoreduktion bei 8 %. Auch dieser Effekt dürfte daher kommen, dass in dieser Kategorie auch Pommes enthalten sind. Deren Wegfall senkt das Gesamtrisiko zusätzlich.

Der Ersatz durch weissen Reis brachte hingegen keinen gesundheitlichen Vorteil und war teils mit einem leicht erhöhten Risiko verbunden.

* Unser Ernährungsplan bei Diabetes unterstützt Sie mit leckeren und blutzuckerfreundlichen Rezepten.

Fazit: Besser seltener zu Pommes greifen

Kartoffeln in gekochter, gebackener oder gestampfter Form sind unproblematisch und können Teil einer gesunden Ernährung sein. Pommes Frites sollten jedoch nur gelegentlich auf den Teller kommen.

Wer öfter zu Vollkornprodukten greift, kann nicht nur sein Diabetesrisiko senken, sondern auch von mehr Ballaststoffen und Nährstoffen profitieren.

Es handelt sich um eine beobachtende Studie, die zwar Zusammenhänge aufzeigt, aber keine eindeutigen Ursache-Wirkung-Beziehungen nachweisen kann.

Unser Tipp:

Probieren Sie knusprige Ofenkartoffeln mit Olivenöl und frischen Kräutern als gesunde Alternative zu Pommes. Auf unserer Website finden Sie zudem zahlreiche Rezepte für gesunde Kartoffelgerichte.

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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