Nitrat – wichtiger Nährstoff für Pflanzen
Der Stoff kommt natürlicherweise im Boden vor. Es handelt sich dabei um eine Verbindung zwischen Stickstoff und Sauerstoff. Pflanzen nehmen ihn aus dem Boden auf – sie benötigen ihn als Nährstoff. Blatt- und Wurzelgemüse wie Spinat, Rucola, Rote Bete und Radieschen sind besonders reich daran.
Die Studienlage deutet schon länger darauf hin, dass nitratreiches Gemüse Herz-Kreislauf-Problemen vorbeugen kann. Dabei spielt die Zusammensetzung der Mundflora eine Rolle, denn im Mund wird der Stoff teilweise zu Nitrit umgewandelt. Nitrit kann im Magen wiederum zu Stickstoffmonooxid umgewandelt werden, das die Blutgefässe erweitert und so zur Senkung des Blutdrucks beiträgt.
Wichtig ist die Unterscheidung zwischen verschiedenen Quellen: Im Gegensatz zu Nitritzusätzen in verarbeiteten Fleischwaren gilt der Stoff aus Gemüse nach aktueller Studienlage als unbedenklich und gesundheitsfördernd. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Artikel Natürliches Nitrat verursacht keinen Krebs.
Studie: Rote-Bete-Saft beeinflusst die Mundflora
Eine im Januar 2025 veröffentlichte Studie zeigte nun, dass das Trinken von Rote-Bete-Saft die Mundflora verändert und dadurch die Herz-Kreislauf-Gesundheit verbessert (1).
Insgesamt 75 Probanden – etwa die Hälfte davon zwischen 18 und 30 Jahre alt und die andere Hälfte zwischen 67 und 79 Jahre alt – tranken jeweils zwei Wochen lang entweder nitratreichen Rote-Bete-Saft oder nitratarmen Rote-Bete-Saft (diente als Placebo). Dann verwendeten alle zwei Wochen lang eine Mundspülung. Dazwischen machten sie jeweils zwei Wochen Pause.
Die Forscher wollten herausfinden, ob sich Veränderungen der Mundflora auf die Herz-Kreislauf-Gesundheit auswirken und ob das Alter der Probanden dabei eine Rolle spielt.
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Natürliches Nitrat kann Blutdruck senken
Die Ergebnisse: Das Alter beeinflusst, wie der Körper auf eine nitratreiche Ernährung reagiert. Zwar veränderte sich die Mundflora sowohl der jungen als auch der älteren Probanden nach dem Trinken des nitratreichen Rote-Bete-Safts, der Blutdruck sank hingegen nur bei den älteren Erwachsenen.
Der systolische Blutdruck – also der obere Wert bei einer Messung des Blutdrucks, der den Druck in den Arterien angibt – war bei den älteren Probanden um 7 mmHg niedriger als vor dem Trinken des Safts.
Da der Blutdruck der jungen Probanden schon vor der Studie im Normalbereich lag, könnte dies die Erklärung dafür sein, dass er sich vom Saft nicht beeinflussen liess.
Fazit: Nitratreiches Gemüse essen – Herz stärken
Natürliches Nitrat in der Ernährung, wie etwa in Form von Rote-Bete-Saft, ist eine einfache Massnahme, um die Herz-Kreislauf-Gesundheit im Alter durch Veränderungen der Mundflora zu verbessern.
Weitere Informationen zur gesundheitlichen Wirkung von Rote-Bete-Saft finden Sie im Artikel Rote-Bete-Saft – Gesund und wirksam.