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Aspartam könnte Arteriosklerose fördern

Aspartam ist in vielen Light-Getränken, zuckerfreien Desserts und Kaugummis enthalten. Eine Mäusestudie deutet nun darauf hin, dass der Süßstoff die Entstehung von Arteriosklerose fördern könnte.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
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Hängt Aspartam mit Arteriosklerose zusammen?

Aspartam ist ein Süßstoff, also eine kalorienarme Alternative für Zucker, die in Diätgetränken, Süßigkeiten, Kaugummis usw. verwendet wird.

Studien deuten seit längerem auf einen Zusammenhang zwischen künstlich gesüßten Produkten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen hin. Der mögliche Mechanismus war jedoch bisher unklar.

Forscher wollten dies in einer Mäusestudie von 2025 untersuchen. Sie prüften, ob der Süßstoff problematische Reaktionen im Körper auslösen kann (1).

Mehr Aspartam – größere Plaques

Die Forscher setzten für die Studie genetisch veränderte Mäuse ein, die besonders leicht Arteriosklerose entwickeln. Sie erhielten 12 Wochen lang eine fett- und cholesterinreiche Kost mit entweder 0,05 Prozent, 0,1 Prozent oder 0,15 Prozent Aspartam.

Je mehr davon die Mäuse bekamen, desto stärker nahm die Arteriosklerose zu. Bei Arteriosklerose bilden sich Ablagerungen in den Arterien. Solche Plaques können die Gefäße verengen.

Bei den Mäusen waren die Plaques nicht nur größer, sondern auch entzündlicher und damit potenziell problematischer. Bereits die niedrigeren Süßstoff-Mengen zeigten eine entsprechend negative Wirkung.

Der Süßstoff ließ den Insulinspiegel ansteigen

Schon 30 Minuten nach der Aspartam-Gabe stieg der Insulinspiegel der Mäuse. Nach 12 Wochen zeigten die Tiere zudem Hinweise auf eine schlechtere Insulinempfindlichkeit.

Die Forscher vermuteten, dass der süße Reiz im Darm Nervenbahnen aktiviert, die wiederum die Insulinausschüttung anregen. Das ist relevant, weil dauerhaft erhöhte Insulinspiegel Entzündungen in den Gefäßwänden begünstigen können.

Die Wissenschaftler entdeckten auch tatsächlich ein Entzündungssignal in der Gefäßwand – ausgelöst vom Süßstoff.

Wie viel davon nimmt man im Alltag zu sich?

Die in der Studie verwendete Höchstdosis von 0,15 Prozent Süßstoff im Futter lässt sich nur grob auf den Menschen übertragen. Rechnet man bei einer 25-g-schweren Maus mit etwa 3 bis 4 g Futter pro Tag, kommt man auf rund 180 bis 240 mg des Stoffs pro kg Körpergewicht und Tag.

Mit dem üblichen Umrechnungsfaktor von Mäusen zu Menschen entspräche das beim Menschen etwa 15 bis 20 mg pro kg Körpergewicht und Tag. Bei einer 70-kg-schweren Person wären das grob etwa 1.000 bis 1.400 mg Süßstoff täglich (2).

Zum Vergleich: Die EFSA hält 40 mg Aspartam pro kg Körpergewicht und Tag für unbedenklich – bei 70 kg also 2.800 mg täglich, so dass die aus der Studie umgerechnete Dosis sogar noch unter diesem Maximalwert liegt (3).

Das BfR fand in Softdrinks Gehalte von bis zu 492 mg pro Liter (4). Wer z. B. im Sommer 2-3 Liter davon konsumiert, dazu noch Kaugummis und das eine oder andere mit dem Süßstoff gesüßte Diätprodukt erreicht somit problemlos die in der Studie untersuchte Menge.

* Hier finden Sie unseren Kochkurs für eine gesunde basische Ernährung

Fazit: Aspartam könnte Arteriosklerose fördern

Auch diese Studie zeigt, Süßstoff ist kein sinnvoller Zuckerersatz – und Diätprodukte sind alles andere als empfehlenswert.

Wenn Sie sich für gesunde Zuckeralternativen interessieren, lesen Sie gerne unseren Artikel Tagatose – Wie gesund ist die Zuckeralternative?

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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