Asthma: Alkohol kann Attacken auslösen
Asthma ist eine Erkrankung, die 25 Millionen Menschen allein in den USA betrifft. In Deutschland sind es 5 Prozent der Erwachsenen, 7 Prozent der Jugendlichen und 10 Prozent der Kinder, die daran leiden. In der Schweiz sind die Zahlen ähnlich. 5 Prozent der Gesamtbevölkerung zählt dort dazu.
Möglicherweise wären die Zahlen geringer, wenn Betroffene weniger Alkohol konsumieren würden, da dieser Attacken auslösen kann, was aber vielen Personen gar nicht bewusst ist.
Bei der Erkrankung verkrampfen sich die Atemwege und das Atmen wird erschwert. Bei manchen Menschen ist dieser Zustand nur vorübergehend. Wird er jedoch chronisch, dann entzünden sich die Atemwege und verengen sich langfristig.
Zu den Symptomen gehören Brustenge, chronischer Husten bei Nacht, pfeifender Atem und Schwierigkeiten beim Durchatmen.
Meist beginnt die Krankheit schon in der Kindheit und kann sich dann auch "auswachsen". Bleibt die Erkrankung aber bestehen, hat die Schulmedizin keine Heilung parat, lediglich Medikamente, mit denen man sie unter Kontrolle halten kann. Wichtig ist in jedem Fall, möglichst alles zu unternehmen, um einem Anfall vorzubeugen.
Dazu gehört es natürlich in erster Linie, dass man – sofern möglich – in Frage kommende Trigger (Auslöser) vermeidet, also Dinge, von denen man weiss, dass sie bei einem selbst einen Anfall auslösen können.
Trigger: Mögliche Auslöser von Asthma-Attacken
Zu den Triggern könnten die folgenden gehören:
Schadstoffe aus der Luft (Umweltschadstoffe, Chemikalien, Tabakrauch etc.)
Die üblichen Allergene, wie Hausstaubmilben, Schimmel, Tierhaare etc., Stress, Wetterextreme, wie grosse Hitze oder sehr kalte Tage.
Manche Medikamente inkl. freiverkäufliche Medikamente wie z. B. Aspirin und Paracetamol
Viele weitere sehr individuelle Trigger, weswegen Ärzte ihren Patienten oft raten, ein Tagebuch zu führen. Dort hinein schreiben die Betroffenen ihre Symptome und das, was sie kurz vor einer Attacke gegessen, getan oder getrunken hatten. Alkoholgenuss beispielsweise kann zu diesen Triggern gehören.
Alkoholkonsum als Auslöser
Besonders viele wissenschaftliche Untersuchungen gibt es dazu jedoch noch nicht. Eine der grössten diesbezüglichen Studien erschien im Journal of Allergy and Clinical Immunology und wurde mit mehr als 350 Erwachsenen durchgeführt. Bei 33 Prozent galt Alkohol als Trigger, der bei diesen Personen mindestens schon für zwei Anfälle verantwortlich war:
Wein gilt im Zusammenhang mit der Krankheit als besonders allergen. Meist traten die Symptome innerhalb von einer Stunde nach dem Konsum auf. Die meisten Symptome wurden als mild bis mittelmässig beschrieben.
Schwefel und Histamine tragen dazu bei
Die Forscher vermuten, dass es insbesondere zwei Bestandteile in den Getränken sein können, die als allergen gelten und daher auch zu einer Attacke beitragen können: Schwefelverbindungen (Sulfite) und Histamine (1).
Sulfite werden als Konservierungsmittel eingesetzt, z. B. in Wein und Bier, aber auch in manchen anderen Lebensmitteln. Asthmatiker sind häufig ganz besonders empfindlich, was Sulfite angeht.
Histamine bilden sich im Verlauf von Gärprozessen, also bei der Entstehung von Alkohol und finden sich daher in nahezu allen alkoholischen Getränken, einschliesslich Liköre, Bier, Wein etc.
Alkohol kann Symptome verstärken
Alkohol kann nicht nur Attacken auslösen, sondern auch die typischen Symptome verstärken. Er verhindert beispielsweise einen erholsamen Schlaf, verschlechtert sportliche Leistungen und stört die Konzentration bei der Arbeit oder in der Schule. Alle diese Probleme sind häufig schon allein durch die Krankheit vorhanden und werden nun noch verschlimmert.
Gibt es für Asthmatiker Getränke, die nicht ganz so schlimm sind?
Natürlich reagieren nicht alle Personen auf dieselben Trigger und somit auch nicht in jedem Fall auf Alkohol. Falls Sie jedoch zu den empfindlichen Personen gehören, könnte es sein, dass Sie wissen möchten, ob es vielleicht Getränke gibt, die sich nicht ganz so gravierend auf Ihre Erkrankung auswirken.
Der oben genannten Studie gemäss ist Wein ganz offensichtlich das Getränk mit dem höchsten Allergiepotential, gefolgt von Bier.
Die Menge ist oft ebenfalls entscheidend. Während es Asthmatiker gibt, die kein einziges Glas Rotwein vertragen, gibt es andere, die erst mit dem dritten Glas eine Attacke bekommen. Es kommt darauf an, welche Schwefel- oder Histaminmenge Sie benötigen, um mit asthmatischen Beschwerden zu reagieren.
Sie könnten biologisch erzeugte Weine und Biere ausprobieren, da diese weniger oder gar keine Schwefelzusätze enthalten.
Weitere Informationen zur ganzheitlichen Therapie finden Sie auf unserer Seite: Kräuter gegen Asthma, Vitamin D bei Asthma und Kinder mit Asthma – Sieben ganzheitliche Massnahmen helfen.