Selen und sein Einfluss auf Krebs
Selen ist ein essentielles Spurenelement mit vielen gesundheitlichen Auswirkungen. Es erhöht die Fruchtbarkeit und verbessert die Spermienqualität, beugt Diabetes vor und stärkt das Immunsystem.
Bei Hashimoto thyreoiditis – der chronisch entzündlichen Schilddrüsenentzündung - ist der Stoff eine wichtige Therapiekomponente.
Zusätzlich ist das Spurenelement wichtig zur Entgiftung. In Gegenwart davon ist z. B. Quecksilber deutlich weniger gefährlich. Denn es wirkt u. a. antioxidativ und reduziert oxidativen Stress.
Schon allein die drei letztgenannten Eigenschaften weisen auf die krebsschützende Wirkung des Stoffes hin.
Denn wenn es Gifte eliminiert, die andernfalls krebserregend wären, wenn es das Immunsystem so stärkt, dass es besser Krebszellen angreifen und vernichten kann und wenn es den eindeutig krebsfördernden oxidativen Stress mindert, dann ist klar: Das Spurenelement reduziert das Krebsrisiko.
Umgekehrt zeigen Studien, dass ein Mangel das Krebsrisiko erhöht.
Prof. Lutz Schomburg vom Institut für Experimentelle Endokrinologie in Berlin untersuchte, wie es sich mit dem Einfluss des Stoffes auf das Leberkrebsrisiko verhält.
Niedriger Wert – Risiko für Leberkrebs steigt
Prof. Schomburg und sein Team analysierten für ihre Studie die Daten von rund 477.000 Erwachsenen, allesamt Teilnehmer der sog. EPIC-Studie (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition).
Man untersuchte die Selenspiegel der Leber- und Gallenkrebspatienten und verglich sie mit jenen von gesunden Personen.
Es zeigte sich, dass die Leberkrebsbetroffenen einen signifikant niedrigeren Status aufwiesen (2) als die gesunden Kontrollpersonen.
* Hier erhalten Sie einfach dosierbare Selentropfen.
Verglichen mit den Personen, die den höchsten Spiegel hatten, hatten jene mit den niedrigsten Werten ein fünf- bis zehnfach erhöhtes Risiko einen Leberkrebs zu entwickeln.
"Wir konnten mit unserer Studie zeigen, dass Selenmangel ein wichtiger Risikofaktor für Leberkrebs darstellt", erklärt Professor Schomburg.
Bei den übrigen untersuchten Krebsarten (Gallenwegskrebs und Krebs der intrahepatischen Gallengänge) konnte man keinen Zusammenhang mit dem Spiegel nachweisen.
Leberkrebs: Oft vermeidbar
Laut Robert-Koch-Institut erkranken jährlich in Deutschland etwa 9000 Menschen neu an der Krebsart, in der Schweiz sind es um die 700, davon doppelt so viele Männer wie Frauen. Die Hälfte stirbt daran.
Tückisch ist, dass er sich langsam und unbemerkt entwickelt. Wird er entdeckt, ist es oft schon zu spät. Die häufigste Ursache ist nicht der Alkohol, wie man denken könnte, sondern die nichtalkoholische Fettleber – eine Erkrankung, die noch immer stark unterschätzt wird.
Die nichtalkoholische Fettleber ist das Ergebnis von Übergewicht, Blutzuckersproblemen und hohen Blutfettspiegeln – kurz, das Ergebnis einer ungesunden Ernährungs- und Lebensweise.
Würde man das Problem ernstnehmen, dann könnte die nichtalkoholische Fettleber mit einem entsprechenden Heilprogramm binnen weniger Wochen zurückgebildet werden und die Gefahr eines Krebses wäre so gut wie gebannt.
Ein großer Teil der nichtalkoholischen Leberkrebsfälle wäre folglich vermeidbar. Und wenn man dazu noch seinen Spiegel im Auge behält, reduziert sich das Krebsrisiko gleich noch einmal.
Leber schützen – Selen einnehmen
Prof. Schomburg gab an, dass man noch nicht wisse, ob eine Nahrungsergänzung mit dem Stoff das Risiko für Leberkrebs senken könne.
"Dennoch", so Schomburg, "möchten wir betonen, wie wichtig eine ausgewogene Ernährung ist, die u. a. auch ausreichend Selen enthält."
Welche Lebensmittel den Stoff liefern und worauf Sie beim Kauf und der Einnahme einer Nahrungsergänzung achten müssen, erklären wir in unserem Artikel Selenmangel als Ursache vieler Beschwerden.
Und wenn Sie Ihrer Leber etwas Gutes tun möchten, dann finden Sie viele ganzheitliche Maßnahmen zur Stärkung und Aktivierung der Leber in unserem Artikel Die Leberreinigung.