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Ernährung beeinflusst Risiko für Kopf-Hals-Krebs

Eine große Langzeitstudie mit fast einer halben Million Teilnehmern deutet darauf hin, dass bestimmte Ernährungsgewohnheiten das Risiko für Kopf-Hals-Krebserkrankungen beeinflussen können. Während einige Lebensmittel einen schützenden Effekt haben, scheinen andere das Erkrankungsrisiko zu erhöhen.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 24 Mai 2026
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Wie Ernährung vor Kopf-Hals-Krebs schützen kann

Kopf-Hals-Tumoren zählen weltweit zu den häufigeren Krebsarten. Dazu gehören unter anderem Tumoren des Kehlkopfs, der Mundhöhle und des Rachenraums. Bekannte Risikofaktoren sind vor allem Rauchen, Alkohol und bestimmte Virusinfektionen.

Welche Rolle die tägliche Ernährung spielt, ist dagegen bislang weniger eindeutig geklärt. Im Mai 2026 erschien nun eine prospektive Kohortenstudie auf Basis der britischen UK Biobank, die umfangreiche Daten zu diesem Zusammenhang liefert (1).

Die UK Biobank ist eine der größten medizinischen Langzeitdatenbanken der Welt. Sie enthält von rund 500.000 Menschen im Alter von 40 bis 69 Jahren Informationen zu Ernährungsgewohnheiten, Körpergewicht, Blutdruck, Genetik, Krankheiten, Lebensstil etc.

Für die vorliegende Studie wurden nun die Ernährungsgewohnheiten von etwas mehr als 480.000 Erwachsenen über einen Zeitraum von durchschnittlich 11,8 Jahren analysiert.

Trockenfrüchte, Milch und Kaffee mit möglichem Schutzeffekt

Die Ergebnisse zeigen mehrere auffällige Zusammenhänge zwischen Ernährung und dem Risiko für Kopf-Hals-Krebs. Personen mit moderatem Konsum von Trockenfrüchten beispielsweise hatten ein bis zu 23 % geringeres Risiko, an Kopf-Hals-Krebs zu erkranken.

Auch ein täglicher Milchkonsum von mehr als 299 Millilitern sowie regelmäßiger Kaffeekonsum gingen mit einem reduzierten Risiko einher (das Risiko war um 23-29 % geringer).

Konkret bei Kehlkopfkrebs scheinen Vollkornprodukte und Gemüse eine schützende Wirkung zu zeigen. Vermutlich sind es die sekundären Pflanzenstoffe, die mit ihren antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften zu einem gewissen Schutzeffekt führen.

Rotes Fleisch, Fisch, Salz und Auszugsmehl als Risikofaktoren

Neben möglichen Schutzfaktoren identifizierte die Studie auch mehrere Ernährungsgewohnheiten, die mit einem erhöhten Risiko für Kopf-Hals-Krebs verbunden waren.

Personen, die mindestens viermal pro Woche rotes Fleisch konsumierten, zeigten ein um rund 20 % erhöhtes Risiko. Wer mindestens zweimal pro Woche fettarmen Fisch aß, hatte ein um 45 % erhöhtes Risiko.

Bei raffinierten Getreideprodukten (Produkte aus Auszugsmehl) stieg das Risiko bei mindestens dreimal wöchentlichem Verzehr um 14 % und wer regelmäßig nachsalzte, hatte ein um 21 % erhöhtes Risiko.

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Gesunde Ernährung lohnt sich bei Kopf-Hals-Tumoren

Lesen Sie gern auch unseren Artikel Gesunde Ernährung erhöht Überlebenschance bei Krebs, in dem eine Studie vom April 2022 vorgestellt wird.

Diese zeigte: Krebspatienten mit Kopf-Hals-Tumoren hatten ein um 93 Prozent niedrigeres Risiko, in den ersten drei Jahren nach ihrer Diagnose zu sterben, wenn sie sich gesund und nährstoffreich ernährten (2).

In weiteren Artikeln berichten wir darüber, dass Grüntee, Curcumin und Brokkolisprossenextrakt (Sulforaphen) bei Oralkrebs in die Therapie integriert werden könnten. Oralkrebs bezieht sich auf die Mundhöhle und gehört daher zu den Kopf-Hals-Krebsarten.

Fazit: Ernährung zur Prävention von Kopf-Hals-Tumoren

Mit einer gesunden Ernährung lässt sich somit womöglich das Risiko für Kopf-Hals-Tumoren reduzieren. Denn auch hier sind die üblichen Lebensmittelgruppen – wie rotes Fleisch, Produkte aus Auszugsmehlen und Salz – nicht empfehlenswert.

Der regelmäßige Verzehr von Trockenfrüchten, Vollkorn, Gemüse, aber auch von Kaffee und Milchprodukten waren in der vorgestellten Studie hingegen mit einem geringeren Risiko verbunden.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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