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  • Junge Frau sitzt auf einem Sofa mit einem Wasserglas in der Hand und hat Migräne
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Säureblocker triggern Migräne

Säureblocker werden auch Magenschoner genannt und gehören zu den am häufigsten verordneten Medikamenten. Im Juni 2024 zeigte eine Studie: Wer Säureblocker nimmt, leidet häufiger an Migräne.

Stand: 20 April 2026
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Können Säureblocker Migräne auslösen?

Säureblocker werden nicht nur bei Magenbeschwerden verordnet, sondern auch als Magenschutz, wenn Patienten Arzneimittel nehmen, die zu einer verstärkten Magensäureproduktion oder zu Entzündungen im Magen und so zu Schäden an der Magenschleimhaut führen könnten.

Zu diesen Arzneimitteln gehören z. B. Anti-Rheuma-Mittel wie Diclofenac oder andere Schmerzmittel, wie Ibuprofen oder auch manche Antibiotika.

Säureblocker können also einerseits schützen. Dennoch ist – besonders bei langfristiger Einnahme – die Liste ihrer Nebenwirkungen lang (siehe auf unserer Seite). Kopfschmerzen sind schon länger als eine dieser Nebenwirkungen bekannt. Jetzt vermutet man, dass auch Migräne zu den unerwünschten Folgen der Säureblocker gehört.

Welche Säureblocker erhöhen das Risiko für Migräne?

In einer Studie, die im Juni 2024 veröffentlicht wurde, untersuchte man, ob es hier tatsächlich Zusammenhänge geben könnte. Im Mittelpunkt standen verschiedene Säureblocker (1):

Protonenpumpeninhibitoren (z. B. Omeprazol, Pantoprazol) – auch PPI genannt

H2-Rezeptorantagonisten (z. B. Famotidin, Ranitidin)

Antazida (z. B. Calciumcarbonat, Natriumhydrogencarbonat)

Für die Untersuchung wurden die Daten von 11.818 Erwachsenen aus den USA ausgewertet. Es ergab sich, dass jene, die Säureblocker nahmen, häufiger an Migräne oder starken Kopfschmerzen litten als Personen, die keine säurehemmenden Medikamente nahmen.

Am höchsten war das Migräne- und Kopfschmerzrisiko bei Personen, die PPIs nahmen, also Säureblocker wie Omeprazol. Insgesamt sahen die Ergebnisse der Auswertung so aus:

Das Migräne- und Kopfschmerz-Risiko war bei PPI um 70 Prozent höher.

Bei H2-Rezeptorantagonisten war das Risiko um 40 Prozent höher.

Bei Antazida war das Risiko um 30 Prozent höher.

Einige andere Faktoren, die das Migränerisiko beeinflussen könnten, würden in der Studie berücksichtigt, wie z. B. das Alter, Geschlecht sowie der Konsum von Alkohol und Koffein.

Bei Migräne Alternativen für Säureblocker suchen

Migräne oder schwere Kopfschmerzen können also sehr wahrscheinlich auf die Liste der Nebenwirkungen von Säureblockern gesetzt werden. Wenn Sie immer wieder Kopfschmerzen haben und zu Ihren Medikamenten Säureblocker gehören, besprechen Sie mit Ihrem Arzt, ob es für Sie nicht Alternativen gäbe. In jedem Fall scheinen H2-Rezeptorantagonisten diesbezüglich verträglicher zu sein als PPI, obwohl auch sie – und genauso Antazida – das Kopfschmerzrisiko erhöhen können.

Natürliche Alternativen zu Säureblockern finden Sie im vorigen Link. Wenn Sie die Medikamente aufgrund von Magenbeschwerden nehmen, lesen Sie wiederum unter vorigem Link natürliche Maßnahmen für den Magen, so dass Sie vielleicht bald gar keine Medikamente mehr benötigen.

Beachten Sie, dass PPI zwar bei gemeinsamer Einnahme mit Rheuma-Schmerzmitteln (z. B. Diclofenac) den Magen schützen können, dass aber die Kombination der beiden Mittel dem Darm schadet (2). Auf unserer Seite finden Sie natürliche Mittel gegen Rheuma und Maßnahmen für eine gesunde Darmflora nach Medikamenteneinnahme.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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