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  • Ein Arzt untersucht auf einer Röntgenaufnahme die Lunge auf einem verschwommenen Hintergrund.
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Zink schützt vor Lungenentzündungen

Lungenentzündungen zählen zu den wichtigsten Todesursachen. Ein grosser Teil der Lungenentzündungen wird von Pneumokokken verursacht. Laut einer Studie kann ein bestimmtes Spurenelement vor Pneumokokken schützen.

Fachärztliche Prüfung: Dr. med. Jochen Handel
Stand: 09 Mai 2026
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Zink zum Schutz vor Lungenentzündungen

In Deutschland sind bis zu 40 Prozent aller ambulant erworbenen Lungenentzündungen auf Pneumokokken zurückzuführen. „Ambulant erworben“ bedeutet, dass man sich die Lungenentzündung ausserhalb eines Krankenhauses „geholt“ hat. Zink soll gegen eine solche Infektion schützen.

Da das Spurenelement Zink nicht im Körper gespeichert werden kann, muss es regelmässig über die Nahrung aufgenommen werden. Ist der Zinkspiegel zu niedrig, wird das Immunsystem geschwächt und der Körper wird anfällig für bakterielle Infektionen.

Diesbezüglich haben wir für Sie bereits auf unserer Seite einen interessanten Artikel veröffentlicht: Zink schützt Kinder vor Infekten.

Informationen zur Deckung des Zinkbedarfs mit einer pflanzenbasierten/veganen Ernährung finden Sie ebenfalls auf unserer Seite: Zinkmangel verursacht Gesundheitsprobleme

Australische Wissenschaftler haben nun einen entscheidenden Zusammenhang zwischen der Zufuhr von Zink aus der Nahrung und dem Schutz vor Pneumokokken entdeckt.

Was sind Pneumokokken?

Pneumokokken sind Bakterien, die zu den drei häufigsten krankheitsauslösenden Streptokokken-Arten gehören. Sie werden durch Husten oder Niesen übertragen. Etwa die Hälfte der gesunden Bevölkerung trägt Pneumokokken in den Atemwegen. Doch ist das Immunsystem intakt, werden die Bakterien gekonnt in Schach gehalten.

Ist das Immunsystem allerdings geschwächt, können sich die Erreger unkontrolliert vermehren, ausbreiten und eine schwere Form der Lungenentzündung auslösen. Besonders gefährdet sind Säuglinge und Kleinkinder, aber auch ältere Menschen sowie immunsupprimierte Patienten.

Ein geringer Zinkspiegel erhöht das Infektionsrisiko

Das Forscherteam von der The University of Adelaide konnte bereits im Vorfeld durch modernste Bildgebungstechniken aufzeigen, dass das Immunsystem Zink als antibakterielles Mittel einsetzt, um sich gegen Pneumokokken-Angriffe zu wehren.

Die im Jahr 2019 durchgeführte Studie hat nun gezeigt, dass Mäuse mit einem hohen Zinkspiegel vor einer Infektion mit Pneumokokken viel besser geschützt sind als jene Tiere mit niedrigem Zinkspiegel (2).

Die Wissenschaftler kamen zum Schluss, dass eine Infektion viel schneller erfolgt, wenn dem Immunsystem nicht genügend Zink zur Verfügung steht, welches die Abtötung der Bakterien unterstützt.

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Wie wehrt Zink Pneumokokken ab?

Der Studienleiter Dr. Bart Eijkelkamp liess verlauten, dass Zink aus der Nahrung eng mit der Immunfunktion und der Resistenz gegen bakterielle Infektionen verbunden ist (1). Interessant ist dabei, dass Zink genau am Ort der Infektion mobilisiert wird. Dort belastet es die eindringenden Bakterien und unterstützt bestimmte Immunzellen dabei, die Pneumokokken erfolgreich abzutöten.

Die Studienergebnisse unterstreichen, wie wichtig die Sicherstellung einer ausreichenden Zinkzufuhr ist, um das Auftreten von durch Pneumokokken verursachte Erkrankungen zu reduzieren..

Was Sie bei der Aufnahme von Zink beachten sollten

Schätzungen zufolge leiden weltweit rund zwei Milliarden Menschen an Zinkmangel. Jährlich sterben daran eine Million Kinder in den Entwicklungsländern. Allerdings ist Zinkmangel auch in der westlichen Welt keine Seltenheit (3).

Gute pflanzliche Zinkquellen sind z. B. Haferflocken, Paranüsse und Linsen. Eine gute Vitamin-C-Versorgung kann die Zinkaufnahme (ähnlich wie beim Eisen) fördern. Hülsenfrüchte sollten vor der Zubereitung 1 bis 2 Tage eingeweicht werden, um die enthaltene Phytinsäuregehalte zu reduzieren, die u. U. die Zinkaufnahme reduzieren könnten.

Bei nachweislichem Zinkmangel (auf unserer Seite wird erklärt, wie Sie diesen diagnostizieren lassen können: Mineralstoffmangel: Die Diagnose), greift man bis zur Behebung desselben und bis zur gleichzeitigen Optimierung der Ernährung auf entsprechende Nahrungsergänzungsmittel zurück.

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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