Wer Walnüsse mag, ist besser vor Colitis ulcerosa geschützt
Walnüsse bieten aufgrund der Vielzahl ihrer natürlichen Wirkstoffe zahlreiche gesundheitliche Vorteile. In einer Studie, die im Fachjournal Nutrients erschien, heißt es, dass die Nüsse sogar vor Colitis ulcerosa schützen könnten (1), einer chronisch entzündlichen Darmerkrankung ( CED ), an der allein in Deutschland annähernd 200.000 Menschen leiden.
Warum die Nüsse so gesund sind
Die Forscher der University of Connecticut und der Texas A&M University erklärten, die Pflanzenstoffe in der Walnuss verfügten über entzündungshemmende und auch gefäßschützende Eigenschaften. Außerdem wirkten sie sich derart positiv auf den Darm und die Darmflora aus, dass sie sogar vor Darmkrebs schützen könnten.
Walnüsse wirken geradezu präbiotisch, was bedeutet, dass sie der Darmflora als Nahrung dienen, ihre Zusammensetzung regulieren und deren Diversität erhöhen.
Interessant ist zudem, dass – laut früheren Untersuchungen – die Nüsse keinesfalls zwingend zu einer Gewichtszunahme führen, auch dann nicht, wenn knapp 60 g pro Tag verzehrt werden, was immerhin 350 kcal entspricht. Selbstverständlich sollte man die Nüsse nicht zusätzlich essen, sondernd statt z. B. ungesunder Snacks.
Details dazu finden Sie in unserem Artikel Walnüsse - Die gesundheitlichen Vorteile. In unserer Rezepte-Rubrik finden Sie außerdem zahlreiche Rezepte. Geben Sie in unsere Suche einfach "Walnüsse" ein.
Wenn ein Lebensmittel eine so positive Auswirkung auf die Darmflora hat und gleichzeitig entzündungshemmend wirkt, verwundert es nicht, wenn es auch in gewisser Weise vor Colitis ulcerosa, einer entzündlichen Darmerkrankung, schützen kann.
Schnellere Regeneration der Darmschleimhaut mit Walnüssen
Die oben genannte Studie ergab an Mäusen, dass eine Ernährung, die zu 14 Prozent aus Walnüssen bestand (entspricht beim Menschen etwa 20 bis 25 Hälften pro Tag), schon nach zwei Wochen zu einer Besserung und schnelleren Regeneration der Colitis-ulcerosa-ähnlichen Darmschleimhautläsionen führte. Bei Mäusen, die die Nüsse nicht erhalten hatten, war eine solche positive Entwicklung nicht zu beobachten.
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Die Nüsse nicht während eines Schubs essen!
Während eines Schubs sollte man selbstverständlich keine Nüsse essen, da diese in einem solchen Zustand viel zu schwer verdaulich wären. Doch spricht alles dafür, dass man die köstlichen Nüsse außerhalb eines Schubs in die Ernährung integrieren sollte.
Die Wissenschaftler der University of Connecticut jedoch äußerten sich verhalten und gaben an, auch zwischen den Schüben könnten sie Colitis-ulcerosa-Patienten zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht dazu raten, viele Walnüsse zu essen. Man wolle stattdessen herausfinden, welcher Stoff in der Nuss es nun genau sei, der für die darmheilende Wirkung verantwortlich gemacht werden könne.
Wer hat die Studie finanziert?
Es scheint ganz, als wolle man mit derartigen Studien nicht die Vorteile gesunder Lebensmittel belegen, sondern einzelne Stoffe finden, aus denen man sodann rentable Arzneimittel herstellen könnte, wofür auch die Tatsache spricht, dass vorliegende Studie u. a. von der California Walnut Commission finanziert wurde, die wiederum die Interessen der kalifornischen Walnusserzeuger und -händler vertritt.
Ihre Aufgabe ist es unter anderem, neue Absatz- und Exportmärkte für Walnüsse zu erschließen. Der zweite Financier der Studie war jedoch das American Institute for Cancer Research.
Derzeit wird nun von Ernährungswissenschaftlern die erste klinische Studie zu diesem Thema durchgeführt. Die entsprechenden Probanden essen dabei drei Wochen lang täglich 60 g der Nüsse. Anschließend wird mit Hilfe einer Darmspiegelung der Zustand der Darmschleimhaut und der Darmflora beurteilt.
Wie wichtig eine gute Vitamin-D-Versorgung bei Colitis ulcerosa ist, lesen Sie in unserem Artikel Vitamin-D-Mangel begünstigt Schub bei Colitis ulcerosa.