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Schaufensterkrankheit - Magnesium als natürliche Massnahme

Bei den ersten Anzeichen der Schaufensterkrankheit sollte die Optimierung der Magnesiumversorgung in jedem Fall zur Therapie gehören. Denn das Risiko dieser Erkrankung steigt mit sinkendem Magnesiumspiegel. Untersuchungen zeigten, dass bei der Erkrankung aber häufig auch andere Vitalstoffe fehlen, die man sodann therapeutisch einsetzen könnte.

Stand: 12 April 2026
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Was ist die Schaufensterkrankheit?

Die Schaufensterkrankheit heisst eigentlich periphere arterielle Verschlusskrankheit und wird mit pAVK abgekürzt. Meist handelt es sich um eine Arteriosklerose (kalkhaltige Ablagerungen) in den Arterien der Beine.

Es kommt infolgedessen zu Schmerzen, so dass Betroffene unterwegs immer wieder stehen bleiben müssen, bis der Schmerz etwas nachlässt. Damit die Pausen nicht so auffallen, tut man so, als schaue man sich die Auslagen in den Schaufenstern an – daher die umgangssprachliche Bezeichnung „Schaufensterkrankheit“.

Über 200 Millionen Menschen sind weltweit von dieser Problematik betroffen, wobei die Schmerzen in den Beinen noch zu den harmloseren Symptomen gehören. Wenn sich das betroffene Blutgefäss immer weiter verschliesst, kommt es zu gravierenden Durchblutungsstörungen bis hin zu Gewebsnekrosen, was bedeutet, dass Gewebe abstirbt.

Dieser Gewebsuntergang beginnt an den Zehen und Füssen, so dass bei fortgeschrittener Erkrankung Amputationen oft unvermeidbar sind. Bei Rauchern spricht man jetzt auch vom „Raucherbein“.

Was sind die Ursachen?

Es gibt viele mögliche Ursachen bzw. Risikofaktoren, die das Entstehen der pAVK begünstigen können, etwa ein Diabetes, Bluthochdruck, hohe Blutfettwerte oder auch chronische Entzündungen (erhöhte CRP-Werte) – und damit Faktoren, denen man sehr gut mit der passenden Lebens- und Ernährungsweise vorbeugen kann.

Ob ein Magnesiummangel ebenfalls an einer pAVK mitbeteiligt sein könnte, wusste man bislang noch nicht, was aber in einer Untersuchung vom März 2019 bestätigt wurde.

Kann Magnesiummangel die Schaufensterkrankheit verursachen?

Fast 14.000 Teilnehmer im Alter zwischen 40 und 64 Jahren standen für diese Studie zur Verfügung und wurden über einen Zeitraum von annähernd 25 Jahren wissenschaftlich begleitet. In dieser Zeit erkrankten 1.364 Probanden an der Schaufensterkrankheit.

Dabei zeigte sich, dass jene Teilnehmer mit dem niedrigsten Magnesiumspiegel auch am häufigsten an der pAVK erkrankten (1), also ein deutlich höheres Risiko für die Schaufensterkrankheit hatten.

Natürlich ist allein ein Magnesiummangel nicht die Ursache für die Schaufensterkrankheit. Doch kann er – wenn noch weitere Voraussetzungen erfüllt sind – die Entstehung der Krankheit begünstigen und ihre Weiterentwicklung beschleunigen.

Kann Magnesium die Schaufensterkrankheit bessern?

Die nächste Frage ist dann jedoch, ob die Gabe von Magnesium die Schaufensterkrankheit auch bessern könnte.

Im Juni 2018 ergab eine Auswertung von sieben randomisierten klinischen Studien mit insgesamt 306 Patienten, dass die Einnahme von Magnesium positive Einflüsse auf die Funktionen und damit die Gesundheit der Blutgefässe zeigt (2). So erhöht Magnesium beispielsweise die sog. flussvermittelte Vasodilatation, was bedeutet, dass sich die Blutgefässe erweitern können, wenn die durchströmende Blutmenge steigt, z. B. bei Bewegung oder anderen durchblutungsfördernden Massnahmen.

Auch die Dicke der Blutgefässwand kann mit Hilfe von Magnesium in manchen Fällen reduziert werden, wie Ultraschall-Untersuchungen der Halsschlagader zeigten – allerdings besonders dann, wenn zuvor ein deutlicher Magnesiummangel vorlag.

Kann Magnesium jedem Patienten helfen?

Insgesamt kommt es sehr auf den Zustand des einzelnen Patienten an, auf die Magnesiumdosis und auch auf die Dauer der Magnesiumeinnahme, ob sich eine merkliche Auswirkung der Magnesiumeinnahme zeigen kann. Denn wer sich bereits in einem fortgeschrittenen Stadium einer Arteriosklerose befindet, kann diese natürlich nicht allein mit der Einnahme von Magnesium beheben.

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Bei Magnesiummangel liegen meist noch andere Mängel vor

Auch kann man davon ausgehen, dass ein niedriger Magnesiumstatus ein Zeichen dafür ist, dass beim Patienten aufgrund einer ungünstigen Lebens- und Ernährungsweise auch noch andere Defizite vorliegen, die sich natürlich ebenfalls negativ auf die Gefässgesundheit auswirken können, etwa ein Vitamin-B12-Mangel (5), ein Vitamin-D-Mangel (6), ein Vitamin-C-Mangel (7), ein Omega-3-Fettsäurenmangel (8) und ein allgemeiner Antioxidantien-Mangel (9), um nur eine kleine Auswahl zu nennen.

Werden diese anderen Mängel nicht behoben, kann auch Magnesium keine Wunder vollbringen. Wer zusätzlich raucht oder dampft, Zucker und Süssstoffe konsumiert und sich wenig bewegt, kann sich die Vitalstoffeinnahme fast schon sparen, da sie in diesem Fall höchstwahrscheinlich die Auswirkungen der schädlichen Einflüsse nicht kompensieren kann.

Was hilft bei der Schaufensterkrankheit – ausser Magnesium?

Wer also die ersten Symptome der Schaufensterkrankheit verspürt (leichte Schmerzen in den Waden oder Füssen), sollte sich um ein umfassendes ganzheitliches Vorgehen bemühen, was u. a. das Folgende bedeutet:

Optimieren Sie Ihre Ernährung so, dass die Blutgefässe bestmöglich davon profitieren können (schon im Mai 2017 erschien eine Studie, die zeigte, dass Menschen, die viel Obst und Gemüse essen, seltener an der Schaufensterkrankheit erkranken) (3). Wir berichten auf unserer Seite darüber: Schaufensterkrankheit: Gesunde Ernährung als wirksamer Schutz

Überprüfen Sie Ihre Vitalstoffversorgung (Ihr Hausarzt kann entsprechende Analysen in Auftrag geben), damit mögliche Mängel behoben werden (Magnesium und die anderen oben genannten Vitalstoffe).

Meiden Sie Schädliches für die Blutgefässe, z. B. Rauchen, Alkohol, Zucker, Süssstoffe, fettreiche Ernährung etc.

Sorgen Sie für regelmässige Bewegung (ein Sportmediziner oder Physiotherapeut kann Ihnen bei der Erstellung eines für Sie passenden Bewegungsprogrammes behilflich sein).

Kompression der Beine (oder Arme) scheint eine wirksame Behandlungsoption zu sein (4), so eine Studie vom Februar 2018, was Ihnen aber auch Ihr Arzt oder Physiotherapeut erklären wird.

Werfen Sie auch einen Blick auf unsere Zusammenfassung möglicher naturheilkundlicher Massnahmen zum Schutz und zur Regeneration der Blutgefässe.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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