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  • Kurkuma, Pfeffer und Ingwer
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Pflanzenstoffe bei Arthrose so wirksam wie Medikamente

Kombiniert man bestimmte Pflanzenstoffe, können diese bei Kniearthrose ähnlich gut helfen wie herkömmliche entzündungshemmende Medikamente. Während die Arzneimittel aber oft Nebenwirkungen haben, ist das bei der Pflanzenstoff-Kombination so gut wie nie der Fall.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 13 Juni 2026
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Pflanzenstoffe lindern Entzündung bei Kniearthrose

Arthrose gilt als degenerative Gelenkerkrankung, die bei älteren Menschen der Hauptgrund für Bewegungseinschränkungen und chronische Schmerzen darstellt. Die Therapiemethoden der Schulmedizin sind beschränkt.

Meist werden zur Schmerzlinderung lediglich Entzündungshemmer gegeben, die aber die Krankheit nicht heilen können und zudem auch noch unerwünschte Nebenwirkungen haben können, im besten Falle „nur“ Verdauungsbeschwerden.

Bestimmte hochwirksame Pflanzenstoffe könnten jedoch so kombiniert werden, dass sie nicht nur die entzündlichen Prozesse der Arthrose hemmen, sondern die Gelenke auch vor weiteren Schäden schützen (1).

Curcumin, Piperin & Gingerol so wirksam wie Naproxen

In einer klinischen randomisierten Doppelblindstudie ( Isfahan University of Medical Sciences, Iran), die im August 2020 im Fachjournal Phytherapy Research veröffentlicht wurde, setzten die beteiligten Forscher bei Patienten mit Kniearthrose die Kombination der drei Pflanzenstoffe Curcumin, Piperin und Gingerol ein. Dabei handelt es sich um die Wirkstoffe aus Kurkuma, schwarzem Pfeffer und Ingwer. Die verabreichten Kapseln bestanden pro Dosis aus 300 mg Curcumin, 7,5 mg Gingerol und 3,75 mg Piperin.

Zum Vergleich erhielt eine andere Patientengruppe das schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikament Naproxen (auch unter den Handelsnamen Alacetan, Dolormin und vielen anderen erhältlich, in der Schweiz unter Apranax), 250 mg zweimal täglich.

Nach vier Wochen zeigte sich, dass die Kombination der drei Pflanzenstoffe (zwei Dosen täglich nach dem Essen eingenommen) den für Arthrose typischen Entzündungsmarker (Prostaglandin E2, PGE2) genauso gut senken konnte wie das Medikament (2).

So wirkt Ingwer bei Rheuma und Arthrose

Angesichts der Studienlage ist dieses Ergebnis nicht so sehr verwunderlich. Denn schon allein Gingerol aus Ingwer gilt als Entzündungshemmer und natürliches Schmerzmittel bei Rheuma (8). In einer klinischen Studie von 2019 beispielsweise erhielten Rheuma-Patienten 1500 mg Ingwerpulver täglich über 12 Wochen hinweg, was zu einer nachlassenden Aktivität der Krankheit führte. Eine Meta-Analyse zahlreicher Ingwer-Arthrose-Studien ergab im Jahr 2015, dass Ingwerkapseln bei Arthrose den Schmerz lindern und die Beweglichkeit verbessern (9).

So wirkt Curcumin bei Rheuma und Arthrose

Auch zum alleinigen Einsatz von Curcumin bei Arthrose liegen Studien vor. Denn Curcumin ist ein starkes Antioxidans mit entzündungshemmenden Eigenschaften und wird daher bei vielen chronischen Erkrankungen eingenommen.

Aus dem Jahr 2015 stammt beispielsweise eine Studie, in der die entzündungshemmende Wirkung von Curcumin die typischen Arthrose-Symptome besserte (11) (dreimal täglich 500 mg Curcumin über 6 Wochen hinweg). Und im Jahr 2016 schrieben Forscher, dass Curcuminpräparate bei Arthrose ähnlich gut wirkten wie die üblichen medikamentösen Entzündungshemmer (12).

Ganz ähnlich waren die Resultate einer randomisierten Studie aus 2019, in der die beteiligten Kniearthrose-Patienten entweder den herkömmlichen Entzündungshemmer Diclofenac erhalten hatten (zweimal täglich je 50 mg) oder Curcumin (dreimal täglich je 500 mg). Beide Mittel konnten die Arthrose-Symptome ähnlich gut lindern (3) – mit dem Unterschied, dass Curcumin weniger Nebenwirkungen verursachte.

Selbst bei Rheuma, einer autoimmunen Gelenkentzündung, kann Curcumin (500 mg) helfen – laut einer Studie aus 2012 sogar besser als 50 mg Diclofenac.

*Hier erhalten Sie den 7-tägigen Ernährungsplan bei Arthrose zum herunterladen

So wirkt Piperin bei arthritischen Beschwerden

Schwarzer Pfeffer wirkt insbesondere über sein Alkaloid Piperin, das einerseits die Aufnahme von Curcumin über den Darm verbessert und andererseits – genau wie Curcumin und Gingerol – entzündungshemmend und sogar konkret anti-arthritisch wirkt (4) (5).

Hier finden Sie Bio-Piperin.

Quercetin verstärkt die Wirkung von Curcumin und Piperin

Zusätzlich könnte Quercetin – ein weiterer Pflanzenstoff – ergänzt werden. In ersten Laborstudien zeigte sich, dass die Kombination von Quercetin mit Piperin und Curcumin eine deutlich stärkere Wirkung hat als Curcumin allein (6).

Da aber auch die alleinige Gabe von Quercetin bei Ratten, die an Arthrose leiden, die entsprechenden Entzündungen hemmte, wirkt auch Quercetin – genau wie Piperin – zweifach, einmal über die Verstärkung der Curcuminwirkung und zum anderen über den eigenen entzündungshemmenden Wirkmechanismus (7).

Pflanzenstoffe gegen Rheuma und Arthrose

Die genannten Studien weisen somit darauf hin, dass Pflanzenstoffe sehr gut in die Therapie von Gelenkerkrankungen – ob Rheuma oder Arthrose – integriert werden können.

Sie können die vier genannten Pflanzenstoffpräparate kombinieren oder sich auch für zwei bis drei von ihnen entscheiden. Natürlich können Sie auch in der Küche verstärkt Kurkuma, schwarzen Pfeffer, Ingwer und quercetinhaltige Lebensmittel verwenden. Quercetin ist besonders in Kapern enthalten, aber auch in Zwiebeln, Kohl und Beeren.

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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