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Koffein kann den Augen schaden

Koffein kann den Augen schaden und das Risiko für Grünen Star (Glaukom) mehr als verdreifachen. Denn hoher Koffeinkonsum kann zu einem hohen Augendruck führen, der einer der wichtigsten Risikofaktoren für das Glaukom darstellt, einer Augenerkrankung, die blind machen kann.

Stand: 20 April 2026
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Koffein: Risikofaktor für Grünen Star (Glaukom)

Wer täglich viel Koffein konsumiert, kann damit sein Risiko erhöhen, an einem Glaukom zu erkranken (Grüner Star). Bei Personen, die genetisch zu einem Glaukom neigen (bei denen also z. B. in der Familie bereits Grüner Star auftrat), erhöhte sich das Risiko um fast das Vierfache.

Grüner Star ist nach der Makuladegeneration jene Augenerkrankung, die am häufigsten zum Erblinden führt ( 3). Meist entwickelt sich die Krankheit schleichend, so dass man sie erst im fortgeschrittenen Stadium bemerkt, nämlich dann, wenn es bereits zu Sehstörungen gekommen ist.

Koffein erhöht Augendruck

Beim Grünen Star gilt ein erhöhter Augendruck als wichtiger Risikofaktor. Gehört man nun zur Risikogruppe für Grünen Star, kann man jene Faktoren vermeiden, die zu einem hohen Augendruck führen. Koffein gehört laut einer Studie zu diesen Faktoren.

Die Studie wurde von der Icahn School of Medicine in Mount Sinai durchgeführt und im Juni 2021 im Fachjournal für Augenheilkunde Ophthalmologyveröffentlicht.

Darin untersuchte man die Daten von mehr als 120.000 Teilnehmern aus den Jahren zwischen 2006 und 2010. Die Teilnehmer waren zwischen 39 und 73 Jahre alt. Es zeigte sich, dass Personen mit einer starken genetischen Veranlagung für hohen Augendruck besonders häufig einen Grünen Star entwickelten, wenn sie viel Koffein konsumierten (2).

Bei drei Tassen Kaffee pro Tag vierfaches Risiko für Glaukom

Bei einem täglichen Koffeinkonsum von mehr als 480 mg (etwa 4 Tassen Kaffee à 150 ml) hatten einen Augendruck, der um 0,35 mmHg höher war als bei Patienten, die wenig oder kein Koffein zu sich nahmen. (Ab 24 mmHg spricht man von einem hohen Augendruck, zwischen 10 und 20 mmHg liegt ein normaler Augendruck vor).

Patienten aus der Gruppe mit der stärksten genetischen Veranlagung für hohen Augendruck hatten ein fast viermal so hohes Risiko, einen Grünen Star zu entwickeln, wenn sie täglich mehr als 321 mg Koffein konsumierten, was knapp 3 Tassen Kaffee entspricht (im Vergleich zu den Wenig-Koffein-Konsumenten ohne genetische Veranlagung).

* Nährstoffe für Ihre Sehkraft finden Sie hier: Augenvitamine

Bei erhöhtem Glaukom-Risiko Koffeinkonsum reduzieren

„Glaukom-Patienten fragen oft, was sie tun könnten, um ihre Augengesundheit zu schützen, welche Änderungen in der Ernährung oder ihres Lebensstils notwendig wären, ein Bereich, der bisher wissenschaftlich noch kaum untersucht wurde“, sagt Studienautor Dr. Anthony Khawaja, Professor für Augenheilkunde am University College London (UCL) und Augenchirurg am Moorfields Eye Hospital.

Bislang konnte man auf diese Frage aus schulmedizinischer Sicht keine Antwort geben. Nach obiger Studie jedoch können Augenärzte wenigstens den Tipp geben, dass Menschen mit Glaukom in der Familie zur Vorbeugung unbedingt ihren Koffeinkonsum überprüfen und ggf. reduzieren sollten.

Wie Sie Grünem Star vorbeugen können

Koffein ist natürlich nicht nur in Kaffee enthalten, so dass Sie – wenn Sie Ihren Koffeinkonsum einschränken möchten – auch den Verzehr anderer Produkte meiden bzw. einschränken sollten, die Koffein enthalten (1), etwa Energydrinks, Softdrinks mit Koffein (Cola) und koffeinreiche Schokolade (z. B. mit Kaffeefüllung).

Aus alternativmedizinischer und naturheilkundlicher Sicht gibt es jedoch noch viel mehr, was Sie tun können, um einem Grünen Star vorzubeugen oder seine Therapie zu unterstützen – wie Sie in unserem Artikel zu diesem Thema lesen können (siehe auf unserer Seite).

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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