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Tai Chi bessert Lungenfunktionen bei COPD

Bei COPD (chronisch obstruktiver Lungenerkrankung) kann Tai Chi – die einstige chinesische Kampfkunst – die Lungenfunktionen deutlicher verbessern als herkömmliche Lungen-Reha-Maßnahmen. Tai Chi ist leicht erlernbar und wirkt sich auch auf Konzentration, Geist und Gleichgewicht sehr positiv aus.

Stand: 09 Mai 2026
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Bei COPD: Tai Chi statt Lungen-Reha

Die herkömmliche Lungen-Reha umfasst verschiedene Maßnahmen, wie Krafttraining, Ausdauertraining, Atemmuskeltraining, Atemphysiotherapie und Psychotherapie, so dass verschiedene Fachleute zur Anleitung sowie ein mehrwöchiger Kuraufenthalt in einer entsprechenden Klinik erforderlich sind.

Zwar ist die Lungen-Reha effektiv, doch wird sie nur selten vom Arzt verordnet und wenn doch, so nur, wenn man schon sehr krank ist (wenn also eine Pflegebedürftigkeit droht oder die Erwerbsfähigkeit gefährdet ist) – und auch dann nur alle vier Jahre.

Will man jedoch vorbeugend aktiv werden und ein Fortschreiten der Erkrankung zeitig verhindern, müsste man all diese Maßnahmen selbst bezahlen. Tai Chi stellt hier eine gleichwertige und kostengünstige Alternative dar, wie eine Studie zeigt (1), die im April 2018 im Journal CHEST veröffentlicht wurde.

Hilfe bei vielen chronischen Krankheiten

Tai Chi ist ursprünglich eine Kampfkunst aus dem alten China. Da Tai Chi mit sehr langsamen Bewegungen ausgeführt wird, Dehnungen und Atemübungen umfasst, ist aus der einstigen Kampfkunst heute vielerorts eher eine Bewegungsform mit meditativen Elementen geworden.

Weltweit wird sie besonders von älteren Menschen praktiziert. Vorteilhaft ist, dass man die Bewegungsform überall durchführen kann – ob zu Hause oder im Park – und man keine spezielle Ausrüstung dafür braucht (lediglich bequeme Kleidung).

In früheren Studien konnte die Kampfkunst bereits sehr gute Ergebnisse bei anderen chronischen Erkrankungen erzielen, etwa bei der Fibromyalgie und bei der Parkinson Krankheit.

"Da wir die gesundheitlichen Vorteile von Tai Chi kennen, gingen wir davon aus, dass es auch COPD-Patienten helfen könnte, ihre Symptomatik zu verringern und die Lebensqualität zu verbessern“,

erklärte Dr. Nan-Shan Zhong, Professor am State Key Laboratory of Respiratory Disease in Guangzhou, China und Mitarbeiter an oben genannter Studie.

Lernen Sie gleich zu Hause Tai Chi, z. B. mit der 24er Peking Form.

Besser als herkömmliche Reha-Maßnahmen

Teilnehmer waren 120 COPD-Patienten, die Bronchodilatatoren nahmen (Medikamente, die die Bronchien erweitern und so das Atmen erleichtern).

Man teilte die Probanden in zwei Gruppen ein. Eine Gruppe erhielt 12 Wochen lang Tai-Chi-Unterricht (fünf Stunden wöchentlich und zwar in der 24er Form (Yang-Stil)), die andere die üblichen Lungen-Reha-Maßnahmen (dreimal wöchentlich).

Zunächst schien es, als verbesserten sich die Beschwerden beider Gruppen gleichermaßen. Dann aber – 12 Wochen nach Ende der Reha und auch nach Ende des Kurses – zeigte sich, dass es der Tai-Chi-Gruppe besser ging. Bei einem Belastungstest (dem 6-Minuten-Gehtest) schnitten sie mit höherer Leistungsfähigkeit als die Reha-Gruppe ab.

Die chinesische Bewegungskunst scheint also nachhaltiger zu wirken bzw. von den Patienten auch nach dem offiziellen Kurs selbständig praktiziert zu werden. Es ist somit eine ideale Alternative zur herkömmlichen Reha, um die Lungenfunktionen und die Lebensqualität bei COPD-Patienten zu verbessern”, sagte Studienleiter Professor Dr. Yuan-Ming Luo.

Bei COPD: Tai Chi und die richtige Ernährung

Wer an COPD leidet und keine Möglichkeit zu einer Lungen-Reha hat, sollte unbedingt Tai Chi erlernen und diese Form der Bewegungsübung regelmäßig praktizieren.

Natürlich kann man die meditative Bewegungsform auch zusätzlich praktizieren, also auch dann, wenn man die herkömmlichen Lungen-Reha-Maßnahmen umsetzt.

Bei COPD kommt es überdies nicht nur auf die richtige Atem- und Bewegungstherapie an, sondern auch auf die richtige Ernährung, die einen enormen Einfluss auf die Lungengesundheit hat.

Lesen Sie dazu unseren Artikel COPD - Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung.

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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