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Fleischfreie Ernährung

Wer wenig oder gar kein Fleisch isst, hat ein geringeres Risiko, an Krebs zu erkranken – so eine Studie vom Februar 2022. Das reduzierte Risiko betrifft dabei alle Krebsformen, besonders aber Darm-, Prostata- und Brustkrebs.

Stand: 01 Juni 2026
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Fleischfreie Ernährung reduziert Risiko für Krebs

Krebs mag teilweise Schicksal sein, ist zu einem grossen Teil aber auch lebensstil- und ernährungsbedingt. Fleischfreie Ernährungsformen gelten dabei als besonders schützend. Denn im Fleisch liegen zahlreiche schädliche Stoffe vor, z. B. das Kohlenhydrat namens Neu5Gc (wir berichten im Artikel: Wie Fleisch Krebs verursacht), Hämeisen und natürlich die Nitrite in Wurst und verarbeiteten Fleischprodukten.

Wissenschaftler der University of Oxford (UK) überprüften, inwiefern die Ernährung einen Einfluss auf das Krebsrisiko hat. Sie analysierten dazu die Daten von über 470.000 Briten im Alter zwischen 40 und 70 Jahren. Die Ergebnisse erschienen im Februar 2022 im Journal BMC Medicine.

52 Prozent der Leute assen Fleisch häufiger als fünfmal wöchentlich. Bei 44 Prozent kam Fleisch maximal fünfmal wöchentlich auf den Tisch, 2 Prozent lehnten Fleisch ab, assen aber Fisch und weitere 2 Prozent hatten sich für eine fleischfreie Ernährung entschieden – lebten also vegetarisch oder vegan.

Mehr Fleisch, höheres Krebsrisiko

Im Laufe von 11 Jahren erkrankten 12 Prozent der TeilnehmerInnen an Krebs – darunter waren insbesondere jene, die reichlich Fleisch konsumierten (1). Die Ergebnisse sahen wie folgt aus:

Das Risiko war bei den Leuten, die maximal fünfmal wöchentlich Fleisch zu sich nahmen, um 2 Prozent niedriger als bei den Vielfleischessern (mehr als fünfmal wöchentlich Fleisch).

Bei den Fischessern war es um 10 Prozent niedriger als bei den Vielfleischessern. Und bei den Personen mit fleischfreier Lebensweise – also bei den Vegetarieren und Veganern – um 14 Prozent niedriger als bei den Vielfleischessern.

Vielfleischesser: Risiko für Darm-, Prostata- und Brusttumoren

Schaute man sich einzelne Tumorarten an, konnte man ebenfalls ein geringeres Risiko bei den Wenigfleischessern feststellen:

Wer maximal fünfmal Fleisch pro Woche konsumierte, hatte ein um 9 Prozent niedrigeres Risiko für bösartige Darmtumoren als die Vielfleischesser.

Wer kein Fleisch, aber Fisch ass, hatte ein um 20 Prozent niedrigeres Risiko für Tumoren in der Prostata als die Vielfleischesser.

Wer eine fleischfreie Ernährung befolgte, hatte ein um 31 Prozent niedrigeres Risiko für Prostatakrebs als die Vielfleischesser.

Vegetarisch lebende Frauen nach den Wechseljahren hatten ein um 18 Prozent niedrigeres Risiko für Brusttumoren als die Vielfleischesserinnen (mehr als fünfmal Fleisch pro Woche).

Letzteres könnte aber auch daran liegen, dass die Vegetarierinnen durchweg schlanker waren als die Fleischesserinnen. Allerdings zeigte sich in einer weiteren Studie, dass Fleisch das Todesrisiko nach überstandener Brusttumorerkrankung erhöht.

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Fleisch: auch Niere- und Bauchspeicheldrüse betroffen

In einer Studie von 2017 zeigte sich, dass mit jeden 100 bzw. 50 g Fleisch, die jemand isst, das Risiko für Nierentumoren um 21 Prozent bzw. 16 Prozent steigt (2).

Auch das Risiko für Tumoren der Bauchspeicheldrüse steigt bei reichlichem Fleischverzehr (3), wie eine Untersuchung von 2016 ergab.

Natürlich handelt es sich hierbei meist um Beobachtungsstudien, in denen man Korrelationen überprüfte. Das heisst, eine Kausalität muss nicht zwangsläufig vorliegen.

Allerdings ist eine solche auch schwierig zu überprüfen, weil bei jedem Menschen stets noch viele andere Aspekte krankheitsauslösend oder entsprechend schützend wirken können und sich Ernährungsgewohnheiten über die Jahre auch ändern können.

Einige dieser Aspekte werden in den Studien berücksichtigt (Lebensstil, Vorerkrankungen, Bewegungspensum, soziodemographische und sozioökonomische Merkmale), aber natürlich nicht alle.

Die Lösung: Fleischfreie Ernährung

Fleisch erhöht nicht nur das Krebsrisiko, auch kann ein plötzlicher Herztod durch rotes Fleisch mitbedingt sein. Essen Sie daher häufiger pflanzenbasiert. Schauen Sie sich dazu gerne in unserem ZDG-Kochstudio bei Youtube um oder auf unserer Website mit inzwischen über 2.200 rein pflanzlichen Rezepten.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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