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Vegane Katzen sind gesünder

Was unglaublich klingt, ist das Ergebnis einer Studie, in der Katzenhalter zur Gesundheit ihrer Katzen befragt wurden. Es zeigte sich, dass Katzen, die mit einer ausgewogenen veganen Kost versorgt wurden, gesünder waren als Katzen, die von einer fleischbasierten Ernährung lebten.

Stand: 18 Mai 2026
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Gesund: Vegane Ernährung für Katzen

Tiernahrung ist ein riesiges Geschäft – mit einem weltweiten Gesamtumsatz von weit über 130 Milliarden Euro. Folglich wird in diesem Bereich ständig geforscht und neu entwickelt. Pro Jahr sind es über 10.000 neue Tierfutterprodukte, die auf dem Markt erscheinen (Futter und Snacks), die – wie auch bei der Lebensmittelindustrie üblich – den aktuellen Trends unterliegen.

Besonders beliebt sind nach wie vor gluten- und getreidefreie Tierfutterarten sowie tiefgefrorene BARF-Menüs (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter). BARF-Menüs bestehen aus ausschließlich rohen Zutaten und sind meist ebenfalls gluten- und getreidefrei.

Ob BARF, Dosen- oder Trockenfutter – die meisten Tierfutter sind fleischbasiert. In letzter Zeit werden ferner immer häufiger Insekten als Proteinquelle genutzt.

Auf der anderen Seite nehmen rein pflanzliche Tierfutterangebote zwar ebenfalls zu, aber schleppend. Schließlich werden immer noch sogar von sog. Fachleuten – wie den veterinärmedizinischen Berufsverbänden – Informationen herausgegeben, die insbesondere Katzenhalter vor einer veganen Ernährung ihrer Katzen warnen.

Denn Katzen gelten als echte Carnivoren, also Fleischfresser, die – in der Natur auf sich allein gestellt – häufig so gut wie gar keine Pflanzenkost zu sich nehmen.

(Falls Sie sich für eine vegane Ernährung für Hunde ernähren, finden Sie viele Informationen dazu am Ende dieser Seite)

Studie: Wie geht es vegan ernährten Katzen?

Für eine Studie, die im September 2023 in PLoSOne veröffentlicht wurde, hatte man 1.369 Katzenhalter nach der Ernährungsform und dem Gesundheitszustand ihrer Katzen befragt.

Die Tiere lebten seit mindestens einem Jahr bei ihren Haltern. 91 Prozent erhielten eine fleischbasierte Ernährung (allerdings meist eine herkömmliche Fleischkost, keine Rohnahrung), 9 Prozent eine vegane Ernährung.

Es zeigte sich nach Auswertung der Daten, dass die veganen Katzen gesünder waren (1).

Vegane Katzen haben weniger Krankheiten

Man untersuchte auch das Vorkommen von 22 Erkrankungen (laut tierärztlicher Untersuchungen), z. B. Zahnerkrankungen, Hautkrankheiten, Magen-Darm-Erkrankungen, Übergewicht oder Probleme mit den Analdrüsen.

42 Prozent der Katzen, die Fleisch erhielten, litten an mindestens einer dieser Erkrankungen. Bei den veganen Katzen waren es immerhin nur 37 Prozent. Insgesamt war es so, dass die veganen Katzen deutlich seltener an den folgenden Krankheiten litten:

Zahnkrankheiten, Hautkrankheiten, Magen-Darm-Erkrankungen, Übergewicht, Analdrüsenproblemen, hormonelle Erkrankungen, Atemwegserkrankungen, Krebs/Geschwüren, Erkrankungen des Bewegungsapparats und Herzkrankheiten

Dafür litten die veganen Katzen etwas häufiger als die mit Fleisch gefütterten Katzen an diesen Erkrankungen: Nieren- und Harnwegserkrankungen, Ohrenproblemen und Augenkrankheiten.

Schon frühere Studien zeigen: Vegane Katzen sind gesund

In der Schlussfolgerung der Studie hieß es, dass vegan ernährte Katzen tendenziell gesünder seien als Katzen, die eine herkömmliche fleischbasierte Ernährung bekamen. Das Ergebnis stimme somit auch mit früheren ähnlichen Studien überein.

Zu diesen früheren Studien gehört z. B. jene von Dodd et al. aus 2021. Teilnehmer waren 1.026 Katzenhalter (aus Kanada), von denen 187 (18 %) ihre Katzen vegan ernährten.

Die Halter der veganen Katzen waren mit dem Gesundheitszustand ihrer Katzen deutlich zufriedener (2). So hatten die vegan essenden Katzen beispielsweise weniger Magen-Darm- und Lebererkrankungen als die mit Fleischkost ernährten Katzen.

Schon im Jahr 2006 veröffentlichten Wakefield und Kollegen die erste Langzeitstudie zur Gesundheit von 34 Katzen, die mindestens 1 Jahr lang vegetarisch ernährt wurden (die meisten davon vegan) und von 52 konventionell ernährten Katzen.

Es gab keine signifikanten Unterschiede zwischen den beiden Gruppen (3) in Bezug auf Alter, Geschlecht, Körperzustand, Wohnsituation oder Gesundheitszustand. Auch die Blutwerte waren bei allen innerhalb der Referenzwertspanne.

Nur drei Katzen fielen aus der Reihe und hatten etwas niedrigere Taurinwerte, aber noch keinen Mangel. Diese Katzen aber – so zeigte sich – wurden zum Teil mit Essensresten ernährt, was nicht empfehlenswert ist. Informationen zur Wichtigkeit von Taurin für Hunde und Katzen finden Sie unter dem vorigem Link.

Hier waren die veganen Katzen also nicht gesünder, aber auch nicht kränker als die fleischbasiert essenden Katen.

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Es kommt auf die Futterqualität an

Wichtig sei jedoch insbesondere – so die Autoren der Studie von 2023 – dass ganz unabhängig von der Art der Ernährungsform das Futter stets bedarfsgerecht zusammengestellt werden muss.

Das heißt, dass Katzen bei einer veganen Ernährung selbstverständlich nicht ausschließlich mit Möhrchen, Brokkoli und ein paar Nudeln gefüttert werden dürfen, sondern ein professionell zusammengestelltes Futter benötigen, das alle Nähr- und Vitalstoffe in jener Menge enthält, die das Tier auch braucht.

Die Studie wurde von ProVeg International finanziert – einer Organisation, die sich für vegane Ernährung einsetzt. Doch hatte die Organisation keinen Einfluss auf das Design der Studie, auf die Datenerhebung, die Analyse etc.

Vegane Futterhersteller: Qualitätsstandards sind hoch

Interessant ist auch die ebenfalls in Studie 1 erwähnte Untersuchung, in der man die Qualitätsstandards bei 29 Tierfutterfirmen überprüft hatte (19 Hersteller von fleischhaltiger Nahrung und 10 Hersteller von pflanzenbasiertem Tierfutter).

Es zeigte sich, dass die meisten Hersteller in nahezu allen untersuchten Bereichen hohe Qualitätsstandards einhielten. Dennoch waren die Qualitätsstandards bei den Herstellern der veganen Tierfutter den Standards bei den Herstellern fleischhaltiger Tierkost leicht überlegen (4).

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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