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Antidepressiva erhöhen das Schlaganfallrisiko

Antidepressiva können bei Frauen nach der Menopause das Schlaganfall-Risiko erhöhen. Dies entdeckten Wissenschaftler der New Yorker Privatuniversität für Medizin Albert Einstein College of Medicine (AECOM)(1). Sie veröffentlichten die Ergebnisse einer entsprechenden Studie in den Archives of Internal Medicine, einem alle zwei Monate erscheinenden Fachmagazin.

Stand: 11 Mai 2026
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Schlaganfallrisiko durch Antidepressiva um 45 Prozent höher

Die AECOM-Forscher untersuchten 136.293 Frauen im Alter von 50 bis 79 über einen durchschnittlichen Zeitraum von sechs Jahren.

Sie fanden heraus, dass die Frauen, die Antidepressiva einnahmen, eine um 45 Prozent höhere Wahrscheinlichkeit aufwiesen, in dieser Zeit einen Schlaganfall zu bekommen (1) als jene Frauen, die keine derartigen Medikamente einnahmen.

Auch war die Sterblichkeitsrate der Anwenderinnen aufgrund anderer Ursachen um 32 Prozent höher als dies bei denjenigen Frauen der Fall war, die keine Antidepressiva nahmen.

Die Studie des AECOM berief sich auf Daten der Women’s Health Initiative (2), die ihrerseits in einer Studie den Zusammenhang von Hormonersatztherapien und einem erhöhten Risiko von Herzerkrankungen, Schlaganfällen und Krebs bei Frauen nach der Menopause nachgewiesen hatte.

Depressionen ein Risikofaktor

Depressionen gelten mittlerweile selbst als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen – auch unabhängig von einer medikamentösen Behandlung. Das Schlaganfallrisiko bei postmenopausalen Frauen aber, die Antidepressiva einnehmen, liegt deutlich über dem Schlaganfallrisiko der Durchschnittsbevölkerung.

In der untersuchten Gruppe war jedes Jahr eine von 200 Frauen davon betroffen. Auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet, so erklärten die Forscher, handle es sich bei diesem erhöhten Risiko um ein ernstzunehmendes Problem.

Unterschiedliche Wirkstoffgruppen zeigten ähnliche Risiken

Das erhöhte Schlaganfallrisiko durch Antidepressiva blieb übrigens auf demselben Level, ganz unabhängig davon, welche Art davon die Frauen einnahmen. Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)(3) und trizyklische SSRIs erhöhten jedoch besonders das Risiko für eine Hirnblutung, also die blutungsbedingte Form der Erkrankung (5).

"Wir wissen bereits über die Zusammenhänge von Depression und Schlaganfallrisiko Bescheid und finanzieren derzeit weitere Studien, um diesen Zusammenhang näher erklären zu können,”

sagte Joanne Murphy von der Stroke Association.

"Ein jeder kann sein persönliches Risiko auf einen Schlaganfall schon einmal beträchtlich senken, indem er oder sie seinen Lebensstil verändert, nämlich mit dem Rauchen aufhört, den Alkoholkonsum einschränkt, den Blutdruck senkt, eine gesündere Nahrung zu sich nimmt und ausreichend Sport treibt."

Die Medikamente können unter Umständen kurzfristig helfen, sollten aber niemals über einen längeren Zeitraum hinweg eingenommen werden.

Serotonin als Alternative zu Antidepressiva

Wenn das Glück von einem winzigen Botenstoff abhängt, dann ist das ein wunderbares Zeichen. Denn dann haben all die anderen Dinge – von denen wir immer dachten, dass sie uns glücklich machten – gar keinen besonderen Einfluss auf unser Glück.

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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