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  • Eine Frau nimmt ein Probiotikum aus der Dose
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Probiotika – Wirkung und Anwendung

Probiotika wirken sich sehr positiv auf die Gesundheit aus – allerdings nur dann, wenn man zu hochwertigen Präparaten greift und weiß, worauf man bei der Einnahme und Anwendung achten muss.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 28 April 2026
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Probiotika für den Darm

  1. Probiotika liefern gezielt nützliche Bakterienstämme, die helfen können, eine gestörte Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen.
  2. Für eine gezielte Wirkung sind hochwertige Präparate mit passenden und möglichst vielfältigen Bakterienstämmen meist wirksamer als fermentierte Lebensmittel allein.
  3. Einnahmezeitpunkt, Dosierung und Dauer beeinflussen den Erfolg entscheidend und sollten individuell angepasst werden.
  4. Probiotika werden besonders nach Antibiotikatherapien, bei Verdauungsbeschwerden, Dysbiosen und zur Unterstützung des Immunsystems eingesetzt.
  5. Auch spezielle Anwendungen wie bei Übergewicht, vaginalen Infektionen oder zur Prävention sind möglich, erfordern jedoch die Auswahl geeigneter Stämme.

Je ausgeglichener die Darmflora, umso gesünder der Mensch

Mit dem Begriff Probiotika bezeichnen wir Präparate, die aktive probiotische (darmfreundliche) Bakterienstämme enthalten.

Ein Probiotikum wird meist eingenommen, um eine gestörte Darmflora so zu beeinflussen, dass sich diese wieder regenerieren kann und sich infolgedessen die Gesamtgesundheit verbessert. Denn je gesünder der Darm und je ausgeglichener die Darmflora, umso stärker das Immunsystem und umso gesünder der Mensch.

Da sich der Zustand der Darmflora auf jede akute oder chronische Erkrankung inkl. Übergewicht auswirkt, können Probiotika bei nahezu allen Beschwerden und körperlichen Problemen unterstützend eingesetzt werden.

Wir erklären, worauf man bei der richtigen Einnahme von Probiotika achten sollte, zu welchem Zeitpunkt diese Produkte am besten genommen werden und welches Probiotikum nun für welchen Zweck geeignet ist.

Probiotika in Kapseln oder in flüssiger Form?

Probiotika in Kapseln bestehen meist ausschließlich aus probiotischen Bakterienstämmen. Oft wird in kleinen Mengen ein präbiotischer Stoff hinzugegeben, z. B. Inulin. Präbiotisch bedeutet „die Darmflora nährend“. Ein Präbiotikum besteht also aus Futter für die probiotischen Stämme und wird probiotischen Präparaten als "Proviant" für die Darmbakterien mitgegeben.

Enthält ein Probiotikum auch präbiotische Elemente, dann spricht man nicht mehr von einem Probiotikum, sondern von einem Symbiotikum. Um keine Verwirrung zu stiften, bleiben die meisten Hersteller dennoch bei der Bezeichnung Probiotikum.

Flüssige Probiotika wie z. B. Combi Flora Fluid können neben Bakterien auch fermentierte Frucht-, Kräuter- oder Heilpflanzenextrakte enthalten, je nach Produkt auch Heilpilzextrakte, OPC, Präbiotika oder andere wirksame Substanzen. Alle diese Stoffe sollen dabei helfen, das Milieu im Darm so zu beeinflussen, damit sich die nützlichen Darmbakterien dort wohl fühlen und gleichzeitig die schädlichen Bakterien und Pilze abgeschreckt werden.

Sehr gute Ergebnisse erzielt man, wenn man ein Kapselprobiotikum mit einem flüssigen Probiotikum kombiniert. Wir erklären dies im Artikel Darmflora aufbauen - Anleitung und Tipps.

Probiotische Lebensmittel

Manchmal werden auch fermentierte Lebensmittel als Probiotika bezeichnet, etwa Sauerkraut oder milchsauer vergorene Säfte. Da sich hier aber nie sagen lässt, welche Bakterien nun in welchem Umfang tatsächlich enthalten sind, können diese Lebensmittel zwar problemlos in den Speiseplan integriert werden, gezielte Aussagen zur Wirkung auf spezifische Gesundheitsprobleme lassen sich jedoch nicht treffen.

Besonders Joghurt und andere fermentierte Milchprodukte gelten häufig als wertvolle Probiotika. Falls diese Lebensmittel einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben sollten, so größtenteils aufgrund ihrer probiotischen Kulturen, die man jedoch auch ganz ohne Milchprodukte zu sich nehmen könnte.

Bei Joghurt sind überdies nur wenige probiotische Stämme enthalten – und wenn man Pech hat nur geringe Mengen. Da es außerdem Hinweise darauf gibt, dass die Wirkung von Joghurt auf die Gesundheit überbewertet wird, ist der verstärkte Verzehr von Joghurt keine Lösung, wenn man gezielt seine Darmflora aufbauen oder zu deren Regeneration beitragen möchte.

Zu den fermentierten Lebensmitteln gehören auch Kefir, Kombucha, milchsaures Gemüse und vieles mehr. Lesen Sie mehr darüber im Artikel Fermentierte Lebensmittel.

* Lust auf Fermentieren? Auf gesunde probiotische Lebensmittel? Hier entlang geht es zu unserem online Kurs Fermentieren leicht gemacht.

Will man jedoch ganz konkret gegen eine Dysbiose vorgehen (Störung der Darmflora), sich vor Krankheiten schützen, das Immunsystem stärken und die Allgemeingesundheit verbessern, dann sind qualitativ hochwertige und hochdosierte Probiotika in Kapselform oder auch in flüssiger Form sinnvoller (7).

Worauf beim Kauf von Probiotika achten?

Beim Kauf eines Probiotikums können Sie auf die folgenden Punkte achten:

Die Zahl der enthaltenen Bakterienstämme

Viele Probiotika auf dem Markt enthalten nur wenige probiotische Bakterienstämme, manche sogar nur einen oder zwei bis drei. Dies kann sinnvoll sein, wenn es sich um ganz bestimmte Stämme handelt, die sich in Studien auch bei ganz bestimmten Beschwerden als hilfreich erwiesen haben.

Will man aber seine Darmflora insgesamt so beeinflussen, dass sie in ein gesundes Gleichgewicht gelangt, dann ist es ratsam, ein Probiotikum einzunehmen, das eine möglichst große Vielfalt an nützlichen Darmbakterienstämmen aufweist. Denn dann kann man ein umso größeres Wirkspektrum erzielen.

L. reuteri für Mund- und Zahngesundheit

Lactobacillus reuteri kann z. B. dabei helfen, Zahnbelag zu reduzieren und Zahnfleischentzündungen zu lindern. Der Stamm kann sich also positiv auf die Mund- und Zahngesundheit auswirken.

Sollten Probleme mit einem erhöhten Cholesterinspiegel vorliegen, dann unterstützt L. reuteri die Regulierung desselbigen.

Bei Kindern zeigte sich bei Einnahme dieses Bakterienstammes ein reduziertes Allergierisiko.

L. helveticus für die Knochen

Lactobacillus helveticus hingegen kümmert sich um die Gesundheit der Knochen. Der Stamm fördert die Resorption von Mineralstoffen und überdies die Bildung der Osteoblasten (Zellen, die die Knochensubstanz aufbauen).

Lesen Sie weitere Informationen dazu in unserem Artikel Lactobacillus helveticus - Das Probiotikum, das wirkt.

L. gasseri, L. plantarum und L. rhamnosus

Die drei Stämme L. gasseri, L. plantarum und L. rhamnosus hingegen helfen dabei, bei Übergewicht das Normalgewicht leichter erreichen zu können und reduzieren das Risiko eines Jojo-Effekts.

L. rhamnosus ist überdies dafür bekannt, therapeutische Wirkung bei Vaginalpilzinfektionen aufzuweisen, während L. plantarum bei Helicobacter-pylori-Infektionen (Magenkeim) eingesetzt werden kann.

Combi Flora - Kapsel- oder Flüssigprobiotikum

Combi Flora SymBIO Kapseln beispielsweise enthalten 13 verschiedene probiotische Bakterienstämme, darunter fast alle gerade aufgezählten. Zusätzlich enthält das Präparat den Hefestamm Saccharomyces boulardii, der akute Durchfälle stoppen und auch antibiotikabedingten Durchfall verhindern kann.

Combi Flora Fluid (ein Flüssigprobiotikum) liefert sogar 24 probiotische Bakterienstämme (aber nicht S. boulardii, so dass es sich insbesondere für die Einnahme nach der Antibiotika-Therapie eignet oder auch in Kombination mit Combi Flora Kapseln eingenommen werden kann).

Aktive oder inaktive Bakterien

Achten Sie ferner beim Kauf von Probiotika darauf, ob das Präparat aktive, also lebende Bakterien enthält oder inaktivierte. Letzteres wäre ein Postbiotikum, wozu Sie in unserem Artikel Postbiotika - Die Helfer für Darm und Immunsystem weitere Informationen finden.

Auch Postbiotika können sinnvoll sein - besonders für sehr empfindliche Menschen oder jene mit Dünndarmfehlbesiedlung.

Keine überflüssigen Zusätze

Ein hochwertiges Probiotikum sollte auch frei von Zucker, Süßstoffen, Aromen, Trennmittel wie z. B. Magnesiumstearat (auch Magnesiumsalze von Speisefettsäuren genannt) und sonstigen überflüssigen Zusätzen sein.

Ausnahmen sind manche Flüssigpräparate, die Zucker enthielten (was auch so auf der Inhaltsstoffliste steht), der aber von den enthaltenen Bakterien dann abgebaut wurde, bevor man das Probiotikum einnimmt.

Besser keine magenresistenten Kapseln

Oft werben Hersteller damit, dass ihr Probiotikum magensaftresistent verkapselt ist. Dies klingt erst gut, weil dies bedeutet, dass eine größere Menge der enthaltenen Bakterien in den Darm gelangt.

Da man jedoch auf diese Weise den natürlichen Kontroll- und Schutzmechanismus des Magens umgeht, können Probiotika in magensaftresistenten Kapseln eher unerwünschte Nebenwirkungen haben als normale Kapseln.

Dazu mehr im Artikel Probiotika und ihre Nebenwirkungen.

Wie bewahrt man Probiotika auf?

Auch wenn einige probiotische Stämme nicht wärmeempfindlich sind, würden wir empfehlen, das Probiotikum im Kühlschrank aufzubewahren.

Der richtige Einnahmezeitpunkt

Ideal ist die Einnahme auf leeren Magen, da dann die probiotischen Bakterien den Magen besonders schnell passieren und somit nicht so intensiv mit Magensäure und Verdauungsenzymen in Kontakt kommen. Schon nach einer halben Stunde – so heißt es seien bei dieser Einnahmevariante fast alle Bakterien (90 Prozent) im Darm angekommen.

Auch ist der pH-Wert des Magens im Tagesverlauf unterschiedlich hoch. Besonders hoch (also weniger sauer) ist er am Morgen vor dem Frühstück, während der Mahlzeiten und abends vor dem Schlafengehen. Niedrig (also stärker sauer) ist er nach den Mahlzeiten.

Nimmt man das Probiotikum nun zu den Mahlzeiten, dann sollten diese zwar ein wenig Fett enthalten (1 Prozent genügt), aber nicht stark fetthaltig und auch nicht eiweißreich sein, da solche Mahlzeiten die Ausschüttung von viel Magensäure und großen Mengen Verdauungsenzymen verursachen, die dann wiederum auch die probiotischen Bakterien angreifen und mengenmäßig reduzieren können.

Eine Studie aus 2011 bestätigte diese Aussagen. Darin untersuchte man verschiedene Einnahmezeitpunkte. Es zeigte sich, dass die meisten probiotischen Stämme unversehrt im Darm ankamen, wenn sie entweder kurz vor den Mahlzeiten (bis zu 30 Minuten davor) oder direkt zu den Mahlzeiten genommen werden (1). Am wenigsten probiotische Bakterien trafen hingegen im Darm ein, wenn sie eine halbe Stunde nach den Mahlzeiten genommen wurden.

Zusammengefasst gilt für die richtige Einnahme

Nehmen Sie Ihr Probiotikum entweder vor dem Frühstück (höchstens 30 Minuten davor), zum Frühstück oder zu einer anderen Mahlzeit, die jedoch nicht zu viel Fett und nicht zu viel Eiweiß enthalten darf.

Da Probiotika auch die Schlafqualität positiv beeinflussen, können Sie – wenn Sie an Schlafstörungen leiden – Ihr Probiotikum auch vor dem Schlafengehen nehmen.

Wenn Sie noch nie ein Probiotikum eingenommen haben, beginnen Sie mit einer kleinen Dosis und steigern Sie diese erst nach und nach auf die vom Hersteller empfohlene Dosis.

Sie können die Tagesdosis auch auf mehrere Einnahmen aufteilen. Auf diese Weise vermeiden Sie, dass sich mögliche Nebenwirkungen (Blähungen o. ä.) entwickeln. Gleichzeitig gelingt es Ihnen, jene Dosierung herauszufinden, die Sie am besten vertragen.

Wenn Sie nicht gerade ein Präparat mit magensaftresistenten Kapseln erworben haben, können Sie die Kapseln öffnen und die enthaltene Dosis aufteilen, falls die in einer Kapsel enthaltene Dosis für Sie zu viel sein sollte oder Sie Kapseln nicht gut schlucken können.

Wenn Sie ein Präparat mit magensaftresistenten Kapseln haben, die Kapseln aber zu groß sind und Sie diese nicht schlucken können, dann sollten Sie sich erst beim Hersteller/Händler erkundigen, ob es Sinn macht, die Kapseln zu öffnen und nur den Inhalt einzunehmen.

Sollten magensaftempfindliche Bakterienstämme enthalten sein, wäre es natürlich besser, die Kapseln im Ganzen zu schlucken oder - wenn das nicht geht - das Präparat zu verschenken und sich selbst ein Passenderes zu kaufen.

Wenn Sie ein Produkt mit magensaftresistenten Kapseln haben, dann können Sie dieses zu einem beliebigen Zeitpunkt einnehmen.

Wenn Sie Kapseln und ein flüssiges Probiotikum kombinieren möchten, dann können Sie das flüssige Probiotikum bis zu 30 Minuten vor dem Essen einnehmen und die Kapseln zum Essen.

Die Dauer der Einnahme

Zur Dauer der Einnahme lässt sich pauschal nicht viel sagen, da sich diese an den jeweiligen Beschwerden sowie dem persönlichen Wohlbefinden orientiert. Normalerweise nimmt man ein Probiotikum 4 bis 12 Wochen lang.

Nimmt man es begleitend zu einer Antibiotikatherapie sowie danach, dann ist eine Mindesteinnahme von 3 Wochen sinnvoll – so ein Review von 82 Studien mit insgesamt 11.000 Teilnehmern.

Muss man Antibiotika länger als die übliche Woche nehmen oder gar länger als 3 Wochen, dann nimmt man ein Probiotikum in jedem Fall genauso lange - sowie anschließend noch weitere 4 bis 6 Wochen.

Bei einem Reizdarm ist die Einnahme über einen Zeitraum von bis zu 8 Wochen empfehlenswert (3) – so zumindest die Auswertung von 21 randomisierten kontrollierten Studien aus dem Jahre 2016.

In einer Meta-Analyse aus dem Jahr 2012 zeigte sich, dass bei Magen-Darm-Beschwerden die Einnahme eines Probiotikums über einen Zeitraum von 3 bis 4 Wochen nicht so wirksam war wie eine Langzeiteinnahme (4).

Diese umfasste Zeiträume von mindestens 9 Wochen bis hin zu 240 Wochen, woraus sich schließen lässt, dass Probiotika bei entsprechenden Beschwerden auch dauerhaft eingenommen werden können.

* Hier finden Sie ein hochwertiges Probiotikum in Kapselform. Es ist auch als Pulver erhältlich, wenn jemand keine Kapseln schlucken mag.

Die Anwendungsmöglichkeiten

Zu den Anwendungsmöglichkeiten probiotischer Präparate gehören die folgenden:

1. Aufbau der Darmflora bei oder nach Antibiotika-Therapie

Probiotika werden zum Aufbau der Darmflora eingesetzt, also dann, wenn die Darmflora aus ihrem gesunden Gleichgewicht geraten ist, z. B. nach einer Antibiotika-Therapie. Denn Antibiotika bekämpfen nicht nur schädliche Bakterien, sondern leider auch die für den Menschen nützlichen Bakterienstämme und schädigen auf diese Weise die Darmflora nachhaltig.

Als unmittelbare Nebenwirkungen zeigen sich häufig Durchfall und Übelkeit. Nicht selten aber machen sich die Schäden der Darmflora auch erst im Laufe der Zeit (einige Wochen nach der Antibiotikatherapie) bemerkbar, etwa durch Folgeerkrankungen.

Dazu zählen z. B. chronische Verdauungsbeschwerden, Pilzinfektionen (z. B. Scheidenpilz), chronische Müdigkeit, Hautprobleme, Juckreiz, erhöhte Infektanfälligkeit und vieles mehr.

Ein Probiotikum nimmt man optimalerweise nicht erst nach Abschluss der Antibiotikatherapie, sondern schon währenddessen (und ca. 4 Wochen danach), da sie u. a. antibiotikabedingte Verdauungsbeschwerden mindern können.

Der Zeitabstand zwischen der Einnahme von Antibiotika und der Einnahme von Probiotika sollte größtmöglich sein (6), z. B. das eine am Morgen, das andere am Abend.

2. Aufbau der Darmflora bei Dysbiose

Eine gesunde Darmflora zeichnet sich nicht nur durch eine insgesamt große Anzahl an Darmbakterien aus (es könnten auch die falschen Stämme sein, die zahlreich vorhanden sind), sondern insbesondere durch die Vielfalt und die richtige Zusammensetzung der erwünschten nützlichen Bakterienstämme.

Viele Faktoren können zu einer gestörten Darmflora führen: Eine falsche Ernährung, chronischer Stress, Schlafmangel, Infektionen, Vitalstoffmangel, manche Medikamente, ja sogar Bewegungsmangel. Die Folgen einer aus dem Gleichgewicht geratenen Darmflora gehen weit über Verdauungsbeschwerden hinaus. Inzwischen hat man festgestellt, dass nahezu bei jeder chronischen Erkrankung auch eine Dysbiose vorliegt.

Natürlich muss jetzt insbesondere die Ursache der Beschwerden behoben werden, falls diese ersichtlich ist. Begleitend aber sollte immer auch ein Probiotikum zum Einsatz kommen. Es gibt der Darmflora die nötigen Impulse zur Regeneration, liefert ferner wichtige Bakterienstämme und oft auch das passende Bakterienfutter (Präbiotikum) in Form von Inulin o. ä.

Probiotika helfen in diesen Fällen der Darmflora wieder ins Gleichgewicht. Die enthaltenen nützlichen Bakterienstämme verdrängen die schädlichen Bakterien und Pilze und sorgen auf diese Weise wieder für eine ausgewogene Zusammensetzung der Darmflora.

3. Chronische Erkrankungen

Wie bereits unter 1. und 2. erwähnt, zählt eine Dysbiose zu den Mitursachen vieler chronischen Erkrankungen. Ganz gleich daher, welche Beschwerden plagen, eine Darmsanierung mit hochwertigen probiotischen Präparaten gehört gemeinsam mit der richtigen Ernährung, Bewegung, Vitalstoffen und ausreichend Schlaf zu nahezu jedem ganzheitlichen Konzept dazu.

Zu den häufigen chronischen Erkrankungen gehören jene des Magens. Wenn diese durch eine übermäßige Vermehrung des Magenkeims Helicobacter pylori entstanden sind, bietet sich ein ganz spezielles Probiotikum an. Es enthält in diesem Fall einen inaktivierten probiotischen Stamm, der das Magenbakterium binden und auf diese Weise unschädlich machen kann (Combi Flora AntiPylori).

Wer immer wieder an Blähungen oder auch Durchfällen leidet, kann zu Probiotika greifen und diese mit Mineralerden (Bentonit oder Zeolith) oder auch mit Aktivkohle kombinieren. Die Mineralerde oder auch die Aktivkohle wird 30 Minuten vor einer Mahlzeit genommen, das Probiotikum nimmt man zu einer Mahlzeit.

4. Bakterielle Vaginose und Scheidenpilz

Wenn es zu einer bakteriellen Vaginose (Scheideninfektion mit pathogenen Bakterien) oder Scheidenpilz kommt, dann ist die Scheidenflora aus dem Gleichgewicht geraten. Eine wichtige Komponente beider Erkrankungen ist daher in probiotischen Präparaten zu sehen. Probiotika können dabei als Scheidenzäpfchen und/oder oral eingenommen werden. Weitere Informationen und Therapiemaßnahmen finden Sie in unserem Artikel über die bakterielle Vaginose am Ende dieser seite..

5. Prävention

Wer zwar an keinen Beschwerden leidet, aber diesen vorbeugen möchte, kann Probiotika kurweise auch präventiv einnehmen, beispielsweise nach einer Phase, in der man seine Ernährung vernachlässigt hat oder auch wenn Infekte im Umlauf sind.

Spezielle Probiotika zur Stärkung der Abwehrkräfte enthalten neben bestimmten probiotischen Bakterienstämmen auch Heilpflanzen, die das Immunsystem aktivieren sowie zahlreiche Vitalstoffe, wie Zink, Biotin, Vitamin B12 und Vitamin C (z. B. Combi Flora ProbioImmun).

6. Übergewicht

Wie weiter oben beschrieben, unterstützen ausgewählte probiotische Bakterienstämme die Gewichtsabnahme. Wer daher mit dem Gedanken spielt, sein Übergewicht zu reduzieren, sollte auch ein Probiotikum in sein Abnehm-Programm integrieren.

7. Für Kinder

Für Kinder sollte man auf Probiotika zurückgreifen, die speziell für Kinder entwickelt wurden, da sie nur jene Bakterienstämme enthalten, die für die kindliche Darmflora erprobt wurden, wie Combi Flora Kids, ein Probiotikum für Kinder ab 3 Jahren.

Darmflora – Der Test

Eine Dysbiose bzw. den Zustand Ihrer Darmflora können Sie bei Ihrem Arzt oder Heilpraktiker über einen Stuhltest feststellen lassen. Inzwischen gibt es verschiedene Tests aber auch in der Heimtestvariante.

Sie nehmen zu Hause einfach eine Stuhlprobe (nach Anleitung), senden sie per Post an das angegebene Labor und können binnen weniger Tage Ihre Ergebnisse online abrufen.

Sollten Sie unsicher sein, welche Maßnahmen daraufhin erforderlich sind, können Sie eine Hotline nutzen und werden dort beraten. Noch besser ist es natürlich, wenn Sie die Ergebnisse mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker besprechen könnten.

* Hier finden Sie einen Pilz-Stuhltest (Schimmelpilze und Hefen) und hier den umfangreicheren Flora-Status-Test (Schimmelpilze, Hefen, Darmbakterien und pH-Wert).

Mögliche Nebenwirkungen

Probiotika haben im Allgemeinen sehr viele positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Doch kann es auch zu – meist unproblematischen – Nebenwirkungen kommen.

Lesen Sie mehr dazu in unserem Artikel Probiotika und ihre Nebenwirkungen.

Wer besser keine Probiotika nehmen sollte

Selbstverständlich sollten Sie bei chronischen Erkrankungen immer erst Ihren Arzt oder Heilpraktiker befragen, ob in Ihrem Falle die Einnahme eines Probiotikums ohne Risiken möglich ist.

Bei stark geschwächtem Immunsystem, wenn also z. B. nach einer Organtransplantation Immunsuppressiva nötig werden, sollte besser kein Probiotikum eingenommen werden.

Bei Vorliegen einer Dünndarmfehlbesiedlung wird häufig vor Probiotika gewarnt. Hierzu gibt es unterschiedliche Studienergebnisse. Übermäßige Probiotikamengen können die Problematik verstärken, eine ordnungsgemäße Dosierung jedoch soll die Symptomatik lindern können.

Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel Dünndarmfehlbesiedlung natürlich behandeln.

Die richtige Einnahme von Probiotika bei einer Darmsanierung

Probiotika gehören – gemeinsam mit Flohsamenschalen und einer Mineralerde (Bentonit oder Zeolith) – zu den drei Basis-Komponenten einer natürlichen Darmsanierung.

Bei einer natürlichen Darmsanierung nimmt man 30 bis 60 Minuten vor einer Mahlzeit die Mischung aus Flohsamenschalenpulver und Mineralerde mit sehr viel Wasser ein. Kurz vor der Mahlzeit oder zu der Mahlzeit nimmt man das Probiotikum.

In unserem Artikel Darmkur - Die Anleitung finden Sie weitere Informationen dazu.

Fazit: Probiotika für eine gesunde Darmflora

Probiotika können einen wichtigen Beitrag zur Darmgesundheit und damit zur allgemeinen Gesundheit leisten, wenn sie gezielt und in guter Qualität eingesetzt werden.

Entscheidend ist jedoch nicht nur die Einnahme selbst, sondern auch die richtige Auswahl, Anwendung und die Kombination mit einem insgesamt gesunden Lebensstil.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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