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Goitrogene - Verursachen die Pflanzenstoffe Krankheiten?

Goitrogene sind bestimmte Pflanzenstoffe in Kohl, Soja oder auch Hirse. Goitrogene sollen der Schilddrüse schaden. Wir erklären, warum dies nicht der Fall ist - und wie Sie Ihre Schilddrüse schützen können, auch wenn Sie regelmäßig Kohlgemüse und Soja essen.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 09 Mai 2026
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Was sind Goitrogene?

Beim Begriff Goitrogene handelt es sich um einen Überbegriff für Stoffe, die die normale Funktion der Schilddrüse stören und bei einer übermäßigen Aufnahme zu einer Vergrößerung der Schilddrüse, also zur Bildung eines Kropfes oder Strumas, führen können (1).

Man spricht auch von goitrogen oder strumigen wirkenden Stoffen. Das Wort „Goitrogen“ kommt dabei vom englischen Wort „goiter“, was übersetzt „Kropf“ bedeutet.

Wie wirken Goitrogene?

Goitrogene können auf unterschiedliche Weise den Jodstoffwechsel der Schilddrüse stören und so zu einem Jodmangel im Schilddrüsengewebe führen.

Manche Goitrogene hemmen z. B. die Aufnahme von Jod in die Schilddrüse, andere stören stattdessen die Bildung von Schilddrüsenhormonen oder die Bildung von Jod-Speicherformen.

Der nun eintretende Jodmangel führt dazu, dass sich die Schilddrüse vergrößert. Denn sie versucht nun, möglichst viele Zellen zu bilden, um das wenige vorhandene Jod bestmöglich nutzen zu können. Ein Kropf kann sich bilden.

Sind Goitrogene Antinährstoffe?

Goitrogene zählen auch zu jenen Stoffen, die oftmals als „Antinährstoffe“ bezeichnet werden. Viele Informationen rund um dieses Thema lesen Sie in unserem Artikel Sind Antinährstoffe schädlich?

Welche Stoffe zählen zu den Goitrogenen?

Verschiedene goitrogene Stoffe können unter bestimmten Voraussetzungen die Schilddrüse negativ beeinflussen (3). Eine wichtige Voraussetzung ist eine ausreichend hohe Aufnahmemenge.

Umweltgifte: z. B. Fluoride, Schwermetalle, Perchlorat

Verschiedene Umweltgifte können die Schilddrüsenfunktion stören, z. B. Fluoride - allerdings nur, wenn diese in höheren Dosen eingenommen werden.

In unserem Artikel Fluoride blockieren die Schilddrüse finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema.

Genauso können Schwermetalle (4), Perchlorate aus z. B. chlorhaltigen Bioziden (5) und weitere Umweltgifte die Schilddrüse beeinträchtigen.

Medikamente

Thyreostatika sind Medikamente, die bei einer Schilddrüsenüberfunktion eingesetzt werden und gezielt die Bildung und Freisetzung von Schilddrüsenhormonen hemmen. In diesem Fall ist die goitrogene Wirkung erwünscht.

In unserem Artikel Die Schilddrüsenüberfunktion finden Sie weitere Informationen zu diesem Krankheitsbild.

Sekundäre Pflanzenstoffe: Glucosinolate und Isoflavone

Sekundäre Pflanzenstoffe in Kreuzblütengewächsen (Glucosinolate), in Soja (Isoflavone) und in Hirse (C-Glycosyl-Flavone) gehören ebenfalls zu den Goitrogenen.

Isoflavone in Soja

Die in Soja vorkommenden Goitrogene heißen Isoflavone (Genistein, Daidzein u. a.). Sie gehören zur großen Stoffgruppe der Flavonoide. Wir haben schon in anderen Artikeln darüber geschrieben, weshalb wir sie hier nicht erneut besprechen.

Nur der Vollständigkeit halber: Die Isoflavone, die u. U. goitrogen wirken können, sind gerade jene Stoffe in Sojaprodukten, die als so gesundheitsförderlich bekannt sind und die daher sogar als Nahrungsergänzungsmittel erhältlich sind.

Lesen Sie mehr dazu in unserem Artikel Isoflavone können vor Krankheiten schützenund im Artikel Schadet Soja der Schilddrüse?

C-Glycosyl-Flavone in Hirse

Ein weniger bekannter und auch weniger erforschter goitrogen wirksamer Pflanzenstoff sind die C-Glycosyl-Flavone in Hirse (z. B. Vitexin). Sie gehören ebenfalls zu den Flavonoiden.

Die genannten Flavone haben jedoch in unseren Breiten weniger Bedeutung, da die bei uns erhältliche Goldhirse (eine Rispenhirse) deutlich weniger davon enthält als Perlhirsesorten, die in Afrika gang und gäbe sind.

In unserem Artikel Hirse - vitalstoffreich, glutenfrei und leicht bekömmlich lesen Sie mehr darüber.

Glucosinolate in Kreuzblütengewächsen

Im vorliegenden Artikel soll es nun insbesondere um goitrogene Stoffe in Kreuzblütengewächsen gehen (also in Kohl, Rettich, Meerrettich, Rucola u. a.). Diese Stoffe bilden sich aus einer Vorstufe, den Glucosinolaten.

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Was sind Glucosinolate?

Glucosinolate werden auch als Senfölglykoside bezeichnet. Es handelt sich dabei um eine große Gruppe schwefelhaltiger, sekundärer Pflanzenstoffe, die in Pflanzen der Familie der Kreuzblütler vorkommen (7). Sie geben der jeweiligen Pflanze ihren typischen scharfen Geschmack, wie wir ihn von Rettichen und Kohlgemüse kennen.

Mehr als 130 dieser Pflanzenstoffe sind bekannt. Jede Pflanzenart der Kreuzblütler enthält dabei eine eigene Kombination an Glucosinolaten (9). Diese spezifische Kombination dient vor allem als chemische Abwehrstrategie (6) gegen Fressfeinde und Krankheitserreger wie Mikroorganismen (Bakterien und Pilze) (10).

Wie werden aus Glucosinolaten goitrogen wirksame Stoffe?

Aus den Glucosinolaten können nun goitrogen wirksame Stoffe werden. Dazu braucht es ein Enzym. Es heißt Myrosinase.

Beide - Glucosinolate und Myrosinase - liegen in der Pflanze räumlich voneinander getrennt vor. Erst bei Zellverletzung - etwa durch Schneiden, Kauen oder Schädlingsbefall - kommt es zum Kontakt. Die Myrosinase spaltet dann die Glucosinolate und wandelt sie in verschiedene Abbauprodukte um - nicht alle sind goitrogen wirksam.

Einige dieser Verbindungen, wie z. B. das entzündungs- und krebshemmende Sulforaphan, gelten als gesundheitsförderlich. Auch Langzeitstudien haben keine Hinweise auf eine goitrogene Wirkung von Sulforaphan ergeben.

Andere Abbauprodukte können hingegen die Jodaufnahme hemmen (Thiocyanat) oder die Jodverwertung in der Schilddrüse beeinträchtigen (Goitrin), also eine goitrogene Wirkung entfalten (11) und die Schilddrüsenfunktion stören (12).

Welche Gemüse enthalten Glucosinolate?

Wichtige glucosinolathaltige Gemüse aus der Pflanzenfamilie der Kreuzblütler sind:

Kohlarten, wie Brokkoli, Rosenkohl, Blumenkohl, Grünkohl, Rotkohl, Spitzkohl, Kohlrabi, Wirsing und Weißkohl, Meerrettich, Radieschen, Rettich, Chinakohl, Pak Choi, Brunnenkresse (auch Wasserkresse genannt),, Senf (Schwarzer Senf, Brauner Senf, Weißer Senf) und Raps.

Wie hoch ist der Goitrogengehalt im Gemüse?

In unserer Tabelle geben wir drei Gemüse-Beispiele an, damit Sie sehen, wie unterschiedlich hoch die Gehalte der verschiedenen Goitrogene bzw. Glucosinolate im einzelnen Gemüse sein können (in µmol/100g). Diese Tabelle können Sie bei uns kostenlos per Email anfordern.

Glucoraphanin ist ein Glucosinolat und die Vorstufe von Sulforaphan (nicht goitrogen). Thiocyanate sind Goitrogene, die aus verschiedenen Glucosinolaten entstehen können.

Progoitrin ist ein Glucosinolat und die Vorstufe von Goitrin, einem Goitrogen. Pro Molekül Progoitrin entsteht mit Hilfe der Myrosinase ein Molekül Goitrin.

Die einzelnen Pflanzen enthalten noch weitere Glucosinolate (auch solche, die ebenfalls goitrogen wirken können), die aber in der Tabelle nicht aufgeführt sind.

Wovon hängt der Gehalt an Glucosinolaten ab?

Die Gehalte der potentiell goitrogenen Pflanzenstoffe können zwischen den verschiedenen Gemüsearten, aber auch innerhalb einer Art stark variieren. Denn die Gehalte hängen von unterschiedlichen Faktoren ab, z. B. von den Anbaubedingungen, dem Wetter, dem Alter der Pflanze und dem Erntezeitpunkt (17).

Erntezeitpunkt und Alter der Pflanze

Im Frühjahr geerntete Pflanzen weisen oftmals einen höheren Gehalt an Glucosinolaten auf als spätere Ernten. Genauso enthalten jüngere Pflanzen höhere Gehalte der potentiellen Goitrogene (22) als ältere Pflanzen.

Wetter

Bei ungünstigen Wachstumsbedingungen (z. B. zu kühle Temperatur, Trockenheit) oder einem Befall mit Schädlingen kommt es zu einem Anstieg der Glucosinolate (20).

Düngemittel

Schwefelhaltige Düngemittel können zu einem bis zu 50-fachen Anstieg des Glucosinolatgehalts in verschiedenen Kreuzblütlern führen. Denn Glucosinolate enthalten selbst Schwefel, so dass ihre Anreicherung in der Pflanze wesentlich von der Schwefelversorgung der Pflanze abhängen (21).

Pflanzenteil

Auch kommt es auf den Pflanzenteil an, den man essen möchte. Samen weisen meist den höchsten Gehalt an Glucosinolaten (23) auf, Blätter den geringsten. In Rucola (24) beispielsweise enthielten die Samen in einer Untersuchung 125 µmol/g Trockenmasse, die Wurzeln 22 µmol/g und die Blätter 11 µmol/g.

Sind Goitrogene in Kreuzblütengewächsen schädlich?

Besonders die beiden Stoffe Goitrin und Thiocyanat wurden wegen ihrer potentiell goitrogenen Wirkung in zahlreichen Studien untersucht.

Thiocyanat hemmt die Jodaufnahme, Goitrin kann die Verwertung von Jod in der Schilddrüse beeinträchtigen.

Grenzwerte für den Verzehr dieser Gemüse gibt es bisher jedoch nicht. Dies hat einen einfachen Grund:

Goitrogene in Kreuzblütengemüse sind nur bei langfristig sehr großen Verzehrmengen (noch dazu in Form von Rohkost) und einem gleichzeitigen Jodmangel problematisch - ansonsten im Allgemeinen nicht!

Zwei umfangreiche Veröffentlichungen (1) (12), die eine Vielzahl an Studien ausgewertet haben, kommen sodann auch zu dem Ergebnis, dass es keine Hinweise darauf gibt, dass das Vorkommen von goitrogen wirkenden Glucosinolaten bei einer abwechslungsreichen Ernährung eine Gefahr für die Schilddrüse bedeutet.

Dennoch fragt man sich: Wie viel Kohlgemüse wäre nun zu viel? Und müssen Personen mit Schilddrüsenerkrankungen diesbezüglich auf irgendetwas achten?

Wie viel Kohlgemüse ist zu viel?

In einer Studie an Kaninchen erhielten die Tiere über mehrere Monate fast ausschließlich Kohl - und entwickelten einen Kropf.

In manchen Humanstudien wird ebenfalls ein Zusammenhang zwischen Goitrogenen in der Nahrung und der Funktion der Schilddrüse beschrieben:

Studie: Zur Hemmung der Jodaufnahme wären 1400 g Brokkoli als Rohkost nötig

In einer Untersuchung erhielten die Teilnehmer oral Goitrin in verschiedenen Mengen (10 mg und 25 mg).

Ergebnis: Bei den Personen, die 10 mg (70 µmol) Goitrin erhielten, konnte kein Einfluss auf die Jodaufnahme in die Schilddrüse festgestellt werden. Bei den Personen, die 25 mg (194 µmol) Goitrin erhielten, wurde hingegen eine verminderte Jodaufnahme festgestellt (27).

Um 70 µmol Goitrin mit Brokkoli zu sich zu nehmen, müsste man mehr als 500 g rohen Brokkoli essen. Um 194 µmol Goitrin zu erreichen, müsste man über 1,4 kg rohen Brokkoli essen.

Dies sind also enorme Mengen an Rohkost, die im Allgemeinen niemand zu sich nimmt. Weiterhin stimmen diese Werte auch nur, wenn man davon ausgeht, dass 100 % des Progoitrins im Lebensmittel auch zu Goitrin umgewandelt werden, was sehr unwahrscheinlich ist.

Studie: Schilddrüsenwerte bleiben trotz hoher Goitrogenmengen unverändert

In einer Studie von Dahlberg et al. aus dem Jahr 1984 erhielten 37 gesunde Personen täglich 8 mg (138 µmol) Thiocyanat über 12 Wochen (mit einem Glas Milch). Es wurden keine Veränderungen der Schilddrüsenwerte (T3, T4, TSH) im Blut festgestellt.

138 µmol würden gut 150 g rohem Rosenkohl entsprechen, aber auch 2000 g Grünkohl und 500 g Chinakohl.

Fallbericht: Unterfunktion durch täglich 1000 g roher Pak Choi

In einem Einzelfallbericht aus dem Jahr 2010 war es bei einer älteren Frau durch eine tägliche Aufnahme von 1000 bis 1500 g rohem Pak Choi über mehrere Monate zu einer lebensbedrohlichen Schilddrüsenunterfunktion gekommen (29]. Die Frau hatte das goitrogenhaltige Gemüse zur Behandlung ihres Diabetes in diesen großen Mengen gegessen.

Anhand dieser Beispiele wird deutlich, dass nur bei sehr großen Aufnahmemengen an goitrogen wirkenden Glucosinolaten eine Störung der Schilddrüsenfunktion zu erwarten ist. Diese große Mengen sind bei einer normalen Ernährungsweise kaum zu erreichen.

Sie müssten das Gemüse in diesen Mengen täglich essen, über Wochen oder Monate hinweg und in roher Form.

* Hier finden Sie unseren entzündungshemmenden Ernährungsplan

Sind Goitrogene bei Jodmangel schädlich?

Doch wie verhält es sich bei Tieren und Personen, die einen Jodmangel haben? Verschiedene Studien haben diese Fragestellung untersucht.

Ratten: Goitrogene nur bei Jodmangel und bestehender Unterfunktion problematisch

Eine Tierstudie mit Ratten deren Futter progoitrinreiche Steckrübensprossen enthielt, zeigte, dass nur bei Tieren, die bereits an einer Schilddrüsenunterfunktion litten, durch das entstandene Goitrogen Goitrin ein Jodmangel erzeugt bzw. verschlimmert wurde (30).

Bei gesunden Ratten hatten die Steckrübensprossen keine Auswirkungen auf die Schilddrüsenfunktion.

Frauen: Goitrogene nur bei Jodmangel problematisch

In einer Studie mit 200 schwangeren Frauen in Thailand zeigte sich, dass nur Frauen mit einem niedrigen Jodspiegel durch den Verzehr von Thiocyanaten (mit der Nahrung) erhöhte TSH-Werte aufwiesen. (Der TSH-Wert steigt bei einer Unterfunktion der Schilddrüse).

Frauen: Goitrogene bei nur leichtem Jodmangel kein Problem

Bei einer Untersuchung von 134 schwangeren Griechinnen zeigten Probandinnen mit einem nur leichten Jodmangel hingegen keine Veränderung der Schilddrüsenwerte durch die mit der Nahrung aufgenommenen Glucosinolate.

Veganer: Trotz hoher Goitrogenaufnahme und niedrigen Jodwerten gesunde Schilddrüse

In einer amerikanischen Studie aus dem Jahr 2011 zeigte sich zwischen Veganern und Vegetariern kein Unterschied bei den Schilddrüsenwerten (33) - und das obwohl die Veganer mehr Goitrogene zu sich nahmen als Vegetarier und dadurch doppelt so hohe Thiocyanatspiegel hatten. Gleichzeitig hatten die Veganer nur einen halb so hohen Jodspiegel. Dennoch ging es ihrer Schilddrüse gut.

Schilddrüsenkrebs durch Goitrogene?

In manchen Artikeln wird von einer erhöhten Rate an Schilddrüsenkrebs in Zusammenhang mit dem Verzehr von goitrogenhaltigem Gemüse gesprochen.

Die Grundlage solcher Aussagen sind einige epidemiologische Studien, in denen Patienten mit Schilddrüsenkrebs sowie gesunde Vergleichspersonen zu ihren Ernährungsgewohnheiten und sonstigen Lebensumständen befragt wurden.

Studie: Erhöhtes Krebsrisiko durch Goitrogene nur bei schlechter Jodversorgung

So wurde in einer Studie aus Neukaledonien mit 293 befragten Patienten und 354 Vergleichspersonen ein Zusammenhang zwischen einer hohen Aufnahme von Gemüse aus der Familie der Kreuzblütengewächse (z. B. Kohlgemüse) (mehr als 70 g pro Tag) und einem erhöhten Risiko für das Auftreten von Schilddrüsenkrebs festgestellt (34).

Allerdings galt dieser Zusammenhang nur für Frauen mit einer verminderten Jodaufnahme (weniger als 96 µg/Tag).

Viele Studien: Krebsrisiko hängt von verschiedenen Faktoren ab

Andere epidemiologische Studien zeigen hingegen ein vermindertes Risiko (36) für das Auftreten von Schilddrüsenkrebs im Zusammenhang mit dem Verzehr von Kreuzblütlern oder sie fanden keinen Zusammenhang (35).

In einer dieser Studien ergab sich jedoch, dass Hühnchenfleisch sowie verarbeitete Fischprodukte und Meeresfrüchte das Risiko für Schilddrüsenkrebs erhöhten (38).

In einer weiteren Studie zeigte sich, dass ein hoher BMI das Risiko erhöhte (37) (nicht aber bestimmte Ernährungsgewohnheiten).

Alle diese Untersuchungen beweisen: Für die Entstehung von Schilddrüsenkrebs kommen immer mehrere Risikofaktoren in Frage. Allein ein bestimmter Stoff aus der Nahrung ist in den seltensten Fällen der Auslöser.

Fazit: Sind Goitrogene in Lebensmitteln schädlich?

Zu einer negativen Beeinflussung der Schilddrüse durch pflanzliche Goitrogene kommt es nur, wenn vier Voraussetzungen erfüllt sind:

1. Man isst goitrogenreiche Lebensmittel täglich und in großen Mengen, z. B. ein halbes Kilogramm oder mehr pro Tag.

2. Man isst sie über einen langen Zeitraum (wochen- und monatelang).

3. Man isst die Gemüse roh.

4. Man hat gleichzeitig einen Jodmangel.

Bei einer abwechslungsreichen Ernährungsweise und wenn Sie auf eine gesunde Jodversorgung achten, müssen Sie jedoch nichts befürchten - auch nicht, wenn Sie bereits eine Schilddrüsenunterfunktion haben.

Sie könnten auch regelmäßig Kohlsalat essen oder Grünkohlsmoothies trinken. Wichtig ist nur, dass Sie dies nicht kilo- oder literweise tun, nicht täglich, nicht monatelang und außerdem ausreichend Jod zu sich nehmen.

Wie Sie letzteres tun, erklären wir in unserem Artikel Jodbedarf decken - gesund und vegan.

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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