Zentrum der Gesundheit
  • Verschiedene Pfeffersorten
4 min
Kommentare

Die Pfeffersorten – Aroma, Schärfe und Vielfalt

Pfeffer ist eines der beliebtesten Gewürze. Seine pfeffertypische Schärfe und sein Aroma sorgen für zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten, die jedoch von der Pfeffersorte abhängen. Wir stellen die Vielfalt der Pfeffersorten vor.

Stand: 18 Mai 2026
🔍
Sie finden alle im Laufe des Artikels genannten weiterführenden Artikel, wenn Sie die jeweiligen Titel oder auch einzelne Suchbegriffe daraus in unser Suchfeld eingeben.

Pfeffer ist nicht nur ein aromatisches Gewürz, sondern auch eine traditionelle Heilpflanze. Im vorigen Link lesen Sie alles über seine Eigenschaften und Heilwirkungen, über die beste Qualität und darüber, wie Sie ihn einlegen und fermentieren können.

Bei den verschiedenen Pfeffersorten nun kann man im wahrsten Sinne des Wortes von bunter Vielfalt sprechen, da sie sich in der Farbe unterscheiden bzw. daran erkennen lassen.

In Wirklichkeit sind es jedoch gar keine unterschiedlichen Pfeffersorten. Denn sie stammen alle vom Echten Pfeffer (Piper nigrum) ab, dessen Früchte für die einzelnen Varianten einfach nur in verschiedenen Reifestadien geerntet und unterschiedlich verarbeitet werden. Dennoch werden sie gemeinhin als Pfeffersorten bezeichnet:

Grüner Pfeffer

Für die grüne Pfeffersorte werden die unreifen, grünen Früchte geerntet. Anschliessend werden die Körner entweder gefriergetrocknet oder in Salzlake eingelegt – je nachdem ob sie getrocknet oder eingelegt im Glas verkauft werden. Die ganzen grünen Körner werden z. B. in der Pfeffersauce verwendet.

Schwarzer Pfeffer

Dies ist die bekannteste Pfeffersorte. Er wird ebenfalls unreif geerntet, wenn die Früchte noch grün sind. Ihre Farbe und die runzlige Schale erhalten die Körner durch mehrtägiges Trocknen oder Fermentieren. Diese schwarze Pfeffersorte schmeckt deutlich schärfer und herber als die grüne. Sie wird im Ganzen oder gemahlen verwendet und kann beinahe jedes Gericht verfeinern, etwa unsere Reisnudeln an Black-Pepper-Sauce mit Räuchertofu.

Roter Pfeffer

Für die roten Körner werden die Früchte reif geerntet. Durch die längere Reifezeit schmeckt die rote Pfeffersorte viel aromatischer und fruchtiger als die grünen und schwarzen Pfeffersorten und weist noch dazu eine süssliche Note auf. Ausserdem ist diese Pfeffersorte wegen der längeren Reifezeit teurer.

Sie wird getrocknet, meist im Ganzen verwendet und verfeinert z. B. Nachspeisen. Nicht zu verwechseln ist diese Variante mit rosa Pfeffer, der manchmal Gewürzmischungen zugegeben wird (siehe Absatz „Pfefferartige Gewürze“, die neben echten Pfeffersorten manchmal auch nur ähnliche Gewürze enthalten).

Weisser Pfeffer

Für diese Pfeffersorte werden ebenfalls die reifen roten Früchte geerntet. Von diesen wird dann das Fruchtfleisch durch mehrtägiges Einlegen in Wasser gelöst, so dass nur noch die weissen Samen im Inneren übrigbleiben. Diese werden anschliessend noch getrocknet.

Die weisse Variante schmeckt schärfer als die schwarzen, grünen und roten Pfeffersorten, aber weniger fruchtig. Sie ist in der thailändischen und chinesischen Küche beliebt. Diese Variante sollte erst am Ende der Kochzeit hinzugegeben werden, da sie sonst unangenehme Aromen entwickeln kann.

Daneben gibt es viele weitere Pfeffersorten, also Vertreter des echten Piper nigrum, die in verschiedenen Gebieten der Welt nach bestimmten Richtlinien angebaut werden und deren Herkunft als Gütesiegel gilt. So zum Beispiel der Kampot-Pfeffer aus der Provinz Kampot in Kambodscha oder der Tellicherry-Pfeffer aus der indischen Provinz Thalassery.

* Hier finden Sie Kampot-Pfeffer

* Hier finden Sie Tellicherry-Pfeffer

Pfefferartige Gewürze – Viel Aroma, wenig Schärfe

Viele weitere Gewürze tragen das Wort im Namen, obwohl diese Pfeffersorten so gut wie nie mit dem echten Piper nigrum verwandt sind, darüber hinaus ein anderes Aroma haben und meist auch über deutlich weniger Schärfe verfügen:

Langer Pfeffer

Piper longum, auch Lang- oder Stangenpfeffer genannt, ist die Urform des echten Piper nigrum – beide gehören derselben Familie aber nicht derselben Pflanzenart an. Heute ist dieses Gewürz jedoch weitgehend in Vergessenheit geraten.

Zu seinem Namen kam er, weil seine Fruchtstände zapfenähnlich in die Höhe wachsen. Zur Verwendung in der Küche werden diese „Zapfen“ im Mörser zerstossen oder im Ganzen mitgekocht und vor dem Servieren entfernt. Er schmeckt sehr aromatisch und süsslich.

* Hier finden Sie den Langpfeffer

Rosa Pfeffer

Diese rosa Beeren befinden sich oft aus optischen Gründen mit echten Pfeffersorten in Mischungen und könnten leicht mit der roten Pfeffersorte verwechselt werden.

Sie stammen jedoch vom brasilianischen und vom peruanischen Pfefferbaum, die nicht zur Familie der Pfeffergewächse, sondern zu den Sumachgewächsen (Anacardiaceae) gehören. Die rosa Körnchen haben so gut wie keine Schärfe, schmecken mild, süsslich und fruchtig und passen sehr gut in unsere Kräuter-Butter mit Kurkuma.

Tasmanischer Bergpfeffer

Tasmannia lanceolata von der Insel Tasmanien (südlich Australiens) ähnelt dem echten Piper nigrum zwar geschmacklich, gehört aber zur Familie der Winteraceae. Er schmeckt süsslich und gilt als besonders edel, da seine Erntemenge begrenzt ist.

Szechuanpfeffer

Zanthoxylum piperitum, auch Zitronen- oder Chinesischer Pfeffer genannt, stammt aus der chinesischen Provinz Szechuan und gehört zu den Rautengewächsen – mit dem echten Gewürz hat also auch er nichts zu tun. Er schmeckt zitronig und hat eine mildere Schärfe. Er ist gemeinsam mit Sternanis, Fenchel, Zimt und Gewürznelke Bestandteil des asiatischen Fünf-Gewürze-Pulvers. Köstlich schmeckt er in unserer Szechuan-Sauce, die eine Gemüseplatte mit Pilzen verfeinert oder in unserer Chili-Paste, die voller Aromen steckt.

* Hier finden Sie den Szechuan-Peffer

Cayennepfeffer

Dies ist ein Pulver aus getrockneten Chilis der Sorte „Cayenne“. Es zeichnet sich durch seine feurige Schärfe und ein leichtes Raucharoma aus. Seinen Ursprung hat dieses Gewürz in Südamerika.

Kubebenpfeffer

Piper cubeba, auch Indischer Pfeffer genannt, gehört zur Familie der Pfeffergewächse wie der echte Piper nigrum, hat aber nur eine leichte Schärfe. Mit seinem ansonsten frischen, mentholartigen Geschmack ist er fester Bestandteil der Gewürzmischung Ras-el-Hanout aus dem Maghreb.

In den Küchen Europas ist er dagegen eher unbekannt. 2016 wurde der er wegen seiner entzündungshemmenden, schleimlösenden und konzentrationsfördernden Wirkungen zur Heilpflanze des Jahres gekürt. Bereits beim Zerkauen von drei Körnern täglich sollen sich diese Wirkungen bemerkbar machen.

* Hier finden Sie den Kubeben-Pfeffer

Die Vielfalt der Pfeffersorten – die Qual der Wahl

Bei all der Vielfalt der Pfeffersorten haben Sie die Qual der Wahl. Am besten ist es, Sie haben mehrere Pfeffersorten in Ihrem Gewürzschrank und können so all die Vielfalt, die unterschiedlichen Aromen und Schärfegrade in den verschiedensten Rezepten geniessen, z. B. in einer wunderbar aromatischen und cremigen, aber veganen Rahmsauce oder in einer deftigen Sauce mit Portwein und Aceto Balsamico.

Spende

Ihre Spende hilft uns

Wenn Ihnen dieser Artikel gefallen hat, würden wir uns über einen kleinen Beitrag zu unserer Arbeit sehr freuen! Spenden Sie jetzt mit Paypal.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

Transparenz-Hinweis: Um unser Informationsangebot für Sie kostenfrei zu halten, verwenden wir Affiliate-Links (*). Bei einem Kauf erhalten wir eine kleine Provision - ohne Mehrkosten für Sie. Mehr erfahren

Lesen Sie uns gerne? Legen Sie Zentrum der Gesundheit mit einem Klick als bevorzugte Quelle bei Google fest und erhalten Sie unsere Artikel häufiger in Ihren Suchergebnissen.

War dieser Artikel hilfreich für Sie?

Wir investieren viel Zeit und Sorgfalt in unsere Artikel. Wenn Ihnen unsere Arbeit gefällt, freuen wir uns über eine kurze Bewertung bei Trustpilot.

★★★★★
Jetzt bewerten
Kürzlich gestellte Fragen